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Mittwoch, 23. Juli 2014

Blätter, November 2013




Blätter für deutsche und internationale Politik
Heft 11/2013
128 S.







Die Alltäglichkeit des Sterbens vor den Toren der Festung Europa beschreibt Gesa Heinbach: „Am 3. Oktober kenterte vor der Küste Lampedusas ein Schiff mit über 500 Flüchtlingen, nur 155 von ihnen überlebten. Politiker in ganz Europa zeigten sich schockiert − als ob es das erste Mal gewesen wäre, dass Menschen auf ihrer Flucht nach Europa ertrinken.“ Jedes Jahr wieder. Zäune, Polizei und Militär halten verzweifelte Menschen nicht ab. Mögliche Todesgefahr schreckt nicht ab, wenn man vor sicherer Todesgefahr geflohen ist.

Lesenswerte, persönlich gehaltene Essays gibt es in dieser Ausgabe zum russischen Umgang mit der Vergangenheit von Swetlana Alexijewitsch und zum Leben unter „Demokratur“ im Orbán-regierten Ungarn.

Freitag, 23. Mai 2014

Blätter, Oktober 2013




Blätter für deutsche und internationale Politik
Heft 10/2013
128 S.







Über das Thema von Sklavenarbeit in Brasilien und die Bemühungen ihrer Bekämpfung durch die Regierung schreibt Lisa Carstensen. Betroffen sind vor allem Arbeitsmitgrantinnen und - migranten, die in der Landwirtschaft, Holzkohle- oder Ethanolproduktion in ausbeuterische Arbetsverhältnisse kommen. Es sind Arbeitsplätze mit mangelnder Sichterheit und Hygiene, die Beschäftigten werden dort mit ihnen aufgebürdeten hohen Schulden in die Abhängigeit von Arbeitgebern gezwungen. Brasilien ist dabei aber weltweit kein Einzelfall, wie Carstensen unter Verweis auf ILO-Zahlen berichtet: Weltweit mußten zwischen 2002 und 2011 21 Millionen Menschen Zwangsarbeit leisten, davon 90% in der Privatwirtschaft.

Freitag, 18. April 2014

Blätter, September 2013




Blätter für deutsche und internationale Politik
Heft 9/2013
128 S.







Als Kern des Skandals um die umfassende Spionage- und Datensammlungsaktivität der NSA der USA faßt Bernd Rheinberg „erstens, die widerrechtliche, mit hohen logistischen, personellen und finanziellen Mitteln durchgeführte Verletzung unserer Privatsphäre durch die Geheimdienste; zweitens, die Aushöhlung des Rechts durch den Rückzug der staatlichen, demokratisch legitimierten Institutionen ins Geheime (Arkanum); und drittens, die freiwillige oder unfreiwillige Zusammenarbeit monopolartiger Unternehmen des Internets mit staatlichen Stellen“ zusammen.
Weitere Artikel widmen sich der Debatte um den deutschen Politikwissenschaftler Theodor Eschenburg und den Vorwurf der beschönigenden Darstellung seiner Zeit im NS-Regime sowie dem Verfall Venedigs.

Donnerstag, 20. März 2014

Blätter, August 2013




Blätter für deutsche und internationale Politik
Heft 8/2013
128 S.







In seinem Artikel Der unvollendete Traum. Der „Marsch auf Washington“ und das radikale Vermächtnis Martin Luther Kings beschäftigt sich Albert Scharenberg mit der Erinnerung an den berühmten March on Washington 1963 und Martin Luther King. Er war nicht „eine Art Spät-Hippie“ sondern ein Kämpfer der Bürgerrechtsbewegung, der gerade in jenen Jahren radikaler wurde, da Unterstützung und Entgegenkommen der Regierung Kennedy ausblieben. Vielmehr wurde versucht, in zu diskreditieren, er wurde vom FBI überwacht und ins Kommunismus-Eck zu schieben versucht.

Samstag, 15. März 2014

Blätter, Juli 2013




Blätter für deutsche und internationale Politik
Heft 7/2013
128 S.







Neben interessanten Portraitartikeln zu Leben und Werk von Walter Jens („unerreichbar“), Stefan Heym („unerschreckbar“) und Max Horkheimer („unzeitgemäß“) bietet die Ausgabe u.a. einen Beitrag von Dorothee Weitbrecht über den Umgang der BRD-Außenpolitik mit den dutzenden Deutschen, die von der rechten argentinischen Militärdiktatur der 1970er Jahre gefoltert und umgebracht wurden. Man war an guten Beziehungen zum Regime (30.000 Opfer) interessiert, nicht an Hilfeleistung oder Aufklärung.

Freitag, 7. März 2014

Blätter, Juni 2013




Blätter für deutsche und internationale Politik
Heft 6/2013
128 S.







Über den Umgang der Kommunistischen Partei Chinas mit der Korruption gibt es einen Artikel von Peter Kwong. Harald Welzer argumentiert in einem Text moralisch gegen Konsumismus und plädiert nicht sehr überzeugend für eine „moralische Ökonomie“ zum hehren Ziel der Überwindung des Kapitalismus.

Mittwoch, 26. Februar 2014

Blätter, Mai 2013




Blätter für deutsche und internationale Politik
Heft 5/2013
128 S.







In einem unaufgeregten, differenzierten und deshalb spannenden Artikel beschreibt Veit Straßner die „Ambivalenz von Kirche und Macht“ in Argentinien speziell zur Zeit der Militärdiktatur, ausgelöst durch die Debatte um die Rolle des damals neubestellten Papstes.
Interessant sind hier auch noch Ulrich Brands Betrachtungen zum WSF in Tunis und zwölf Jahren Weltsozialforum.

Mittwoch, 19. Februar 2014

Blätter, April 2013




Blätter für deutsche und internationale Politik
Heft 4/2013
128 S.







Über den Amazon-Konzern und seine „Strategie der tödlichen Umarmung“ schreibt Daniel Leisegang. Darin und nicht nur in der aufwändigen Wachstums- und Verdrängungensstrategie des Konzerns sieht er die wichtigste Säule von dessen Erfolg. „Der Rabatt, den Buchverlage dem sttaionären Handel normalerweise einräumen, liegt zwischen 35 und 40 Prozent. Bei Amazon werden, besonders für die umsatzschwächeren Verlage, bis zu 55 Prozent fällig [...]. Bisweilen verlangt Amazon zudem noch zusätzliche Gebühren für die Logistik. Für die Verlage kommen noch Portokosten und gelegentlich kaum nachvollziehbare Abzüge bei den Rechnungen hinzu.“ Ein Ausweg bleibt den Verlagen aufgrund des annähernden privaten Monopolstellung von Amazon nicht. Diogenes kündigte 2006 aufgrund der überzogenen Rabattforderungen die Zusammenarbeit, mußte aber wieder zurückkehren, da bei Amazon nicht gelistete Bücher im Kaufverhalten zu vieler Menschen als nicht erhältlich oder existent gelten. Im Internetz geht es Amazon, Leisegang zufolge, „um die Ausschaltung sämtlicher alternativer Handelsmodelle im Internet.“

Mittwoch, 15. Januar 2014

Blätter, März 2013




Blätter für deutsche und internationale Politik
Heft 3/2013
128 S.







Richard Slotkin schreibt im zweiten Teil seines Artikels über den „Kult um den Colt“ über ein Mißverständnis der Verfechterinnen und Verfechter des privaten Waffenbesitzes in der Verfassung der USA, wenn sie dies mit Verteidigung gegen Bedrängung durch die Regierung argumentieren: „Das Second Amendment begründet kein Recht, gegen die Autorität des Rechtsstaats zu rebellieren oder sich dessen rechtmäßigen Vertretern zu widersetzen. Ebenso wenig verpflichtet die Verfassung den Staat, individuelle oder gemeinschaftliche Rechte von Individuen oder Gruppen zu akzeptieren oder zu schützen, die diese angbelich autorisieren, zu rebellieren oder Waffen zu horten, um sich auf Rebellion oder Widerstand vorzubereiten. Bis zum heutigen Tage haben es aber weder die Geschichte, noch Logik oder Gesetze vermocht, die Rahmenbedingungen des Diskurses zu wandeln, den diese Bewegung uns − bislang erfolgreich − aufzwingen möchte.“

Donnerstag, 25. Juli 2013

Datum 6/2013 und 7-8/2013


Datum
6/2013
98 S.



Datum
7-8/2013
114 S.



Eine interessante Geschichte über eine unbekannte Organisation, die mittels österreichischer Visa jedes Jahr tausende Angehörige religiöser Minderheiten aus dem Iran in die USA emigrieren läßt, bietet das Juni-Heft.

Mit der Juli/August-Ausgabe schaut das Datum jetzt etwas anders aus und hat das Format ein wenig geändert (kleiner und breiter). Eine inhaltliche Neuerung stimmt leider traurig, da sie auf Sicht zur Stornierung des Abonnements führen könnte. Michael Fleischhacker beginnt in dieser Ausgabe eine Reihe von Streitgesprächen unter dem sinnigen Titel Wollen Sie mir mir streiten? Leider bestätigt er bereits in der Premiere die Vorbehalte, die aus den Jahren seiner Presse-Leitartikel herrühren. Nicht die Debatte sondern der Streit steht im Vordergrund, nicht das Argument sondern das Einnehmen von Gegenpositionen aus moralischer Selbstgewißheit. Fleischhackers Furor des Ausmachens von „Lauter Trotteln“, wie dies Armin Wolf im Streigespräch nennt, erfüllt nicht das Kriterium anregender Lektüre.
Ein bedeutendes Argument für die Beibehaltung des Abos ist der Artikel von Erwin Koch über einen Argentinier und die Schwierigkeit des Umgangs mit seiner Lebensgeschichte. Er wurde als Baby seinen gefolterten und ermordeten leiblichen Eltern geraubt, an Klienten der Militärdiktatur übergeben und von ihnen als ihr Sohn aufgezogen. Historisch spannend, emotional berührend.

Freitag, 28. Juni 2013

Datum 4/2013 und 5/2013


Datum
4/2013
98 S.



Datum
5/2013
98 S.



Themen wie der Sachwalterschaft und ihren gesellschaftlichen und menschlichen Implikationen sollte viel mehr Aufmerksamkeit gewidmet werden. Das sind die Themen des echten Lebens. Georg Eckelsberger beleuchtet in der April-Ausgabe die Sache in einem lesenswerten Text. Die persönliche Geschichte des besachwalterten Journalisten Freddie Kräftner erzählt dieser selbst bewegend.
Interessant ist ebenfalls der Artikel von Patrick Witte über eine bemerkenswerte Frauenbewegung von sogenannten „Unberührbaren“ in Indien, die Gulabi-Gang. Indien ist ein großes unbekanntes Land.

In beiden Heften finden sich bedrückende Reportagen aus dem Bürgerkrieg in Syrien.

Donnerstag, 25. April 2013

Datum 3/2013



Datum
3/2013
98 S.








Man möchte die Ungerechtigkeit der Welt und die Unhaltbarkeit des Kapitalismus laut hinausschreien, wenn man Geschichten wie derjenigen von Toni Keppeler und Cecibel Romero liest. Über die 24.000 (!) Zuckerrohrplantagenarbeiter, die in wenigen Jahren an chronischem Nierenversagen in der Blüte ihres Lebens eine furchtbaren Tod starben. Es liegt wahrscheinlich an einem Unkrautvertilgungsmittel, das ist Europa schon verboten ist. „In Chichigalpa, einem 40.000-Einwohner-Städtchen in der pazifischen Küstenebene Nicaraguas, kennt jedes Kind den Begriff Kreatinin. Kaum jemand weiß so rechtm was das ist, aber alle wissen: Man stirbt daran, Täglich sind es mindestens zwei oder drei, im vergangenen Jahrzehnt mehr als 7.000. Alle waren sie beim größten Arbeitgeber des Ortes beschäftigt, der Nicaragua Sugar Estate Limited, die dort die Zuckerfabrik San Antonio und die Brennerei Flor de Caña betreibt, aus der einer der besten Rums der Welt kommt.“

Samstag, 16. März 2013

Blätter, Februar 2013




Blätter für deutsche und internationale Politik
Heft 2/2013
128 S.







Manfred Quiring erinnert anläßlich der Olympischen Spiele in Sotschi 2014 an die Geschichte dieser Kaukaususregion: „Daß gerade hier vor 150 Jahren eines der blutigsten Kapitel in der langen Reihe russischer Eroberungen tragisch zu Ende ging, spielt in der russischen Öffentlichkeit keine Rolle. − aber auch nicht im Westen (Anm.) − Was auch kein Wunder ist, geht es doch ,nur‘ um die Tscherkessen. Daß die Region um Sotschi deren letztes politisches Zentrum war, ist im stark nationalistischen Rußland längst vergessen oder verdrängt. Dabei besiedelten die Tscherkessen einst weite Teile des Kaukausus, bevor sie und zahlreiche andere kaukasische Völker in einem jahrzehntelangen Eroberungskrieg im 18. und 19. Jahrhundert zu Hunderttausenden getötet oder ins Exil getrieben wurden.“
Zwischen 1763 und 1864 überzog beiderseits mörderischer Krieg das Land, bei einer Bevölkerung von zwei Millionen Menschen gab es 400.000 tscherkessische Tote. Nach Kriegsende wurden vor allem über den Hafen Sotschi fast 500.000 Menschen in die Türkei depotriert. „Eine ,ethnische Säuberung‘ dieses Ausmaßes hatte es in der Welt bis dahin nicht gegeben.“

Donnerstag, 28. Februar 2013

Datum 2/2013



Datum
2/2013
98 S.








Ein sehr gelungenes Portrait Niederösterreichs zeichnen Georg Eckelsberger, Elisabeth Gamperl, Thomas Trescher und Eva Winroither in einer zweitägigen Tour durch das Land. Niederösterreich ist nämlich nicht, wie ein weitverbreiteter Irrtum lautet, Wien-Umgebung. Die kurzen Berichte der Reisestationen zeichnen da schon ein viel korrekteres Bild. „Ein riesiger Raiffeisen-Lagerturm (Anm.: Silo) ragt wie ein Wolkenkratzer aus dem flachen Ort. Rundherum: kein Mensch weit und breit, geschlossene Lokale, leerstehende Geschäfte.“ eine treffende Beschreibung der Landschaft und „Veränderungen gegenüber seien die Leute recht skeptisch, sagt die junge Frau. Und der Weg nach Wien, gerade einmal eine Autostunde ,für die meisten eine Weltreise‘.“ eine treffende Beschreibung der Menschen. Ich werde Leute nie verstehen, die des Auslaufs wegen, wegen Büschen, Wald und Wiesen das Leben in sozialer Einöde wählen. De gustibus non est disputandum.

Spannend und bedrückend ist die Reportage von Ulf Schubert über den Felsen Migingo im Viktoriasee, wo sich in wenigen Jahren auf engem Raum eine Siedlung von 2.000 Fischern samt Anhang entwickelt hat. Seit Jahr und Tag (in der Zeitschriftenabteilung meiner Bibliothek nachgesehen: Juli/August 2005) lese ich nun schon das Datum und tatsächlich gibt es in dieser Ausgabe eine gut geschriebene, intelligente und interessante Folge der Serie Lebenslieder, nämlich von Doris Schretzmayer. Wer hätte das gedacht.

Dienstag, 22. Januar 2013

Blätter, Jänner 2013




Blätter für deutsche und internationale Politik
Heft 1/2013
128 S.







Die Nachricht war kurz präsent, verschwand dann im hektischen medialen Trubel schnell wieder von der Bildfläche. Naomi Klein erinnert an einen „Tod in Galway“: Die in Irland lebende 31-jährige indische Zahnärztin Savita Halappanavar starb überaus qualvoll an einer Blutvergiftung, weil ihr eine lebensrettende Abtreibung gesetzlich verboten war, auch wenn klar war, daß es eine Fehlgeburt geben und der Fötus nicht leben würde, aber Gesundheit und Leben von Halappanavar gefährdete. Das Leben der Frau wiegt in der katholischen Religionslehre auch in diesem Fall nichts gegenüber dem selbstaufgestellten Prinzip. Im streng katholischen Irland ist die religiöse Vorgabe staatliches Gesetz.
Der Fall stellte die Globalisierung und das Verhältnis von Westen und Osten auf den Kopf, denn in Indien gab es verbreitete Proteste, daß die irischen „Ärzte ihr beim Sterben zugeschaut haben, anstatt sie zu retten“ wie dies ein indischer Aktivist drastisch ausdrückte. Naomi Klein schreibt dazu sehr treffend: „Eine Nicht-Katholikin, die durch einen nicht lebensfähigen Fötus langsam vergiftet wurde, sollte ihre Nicht-Behandlung akzeptieren, weil der Papst, auf Anordnung des Heiligen Paulus, ihren Ärzten die Hände band. Man stelle sich den Aufschrei vor, den es gegeben hätte, wäre eine nicht-muslimische Frau gestorben, weil ein Imam ihr aus religiösen Gründen medizinische Hilfe verweigert hätte.“

Mittwoch, 16. Januar 2013

Blätter, Dezember 2012




Blätter für deutsche und internationale Politik
Heft 12/2012
128 S.







In einer „Ökonomie der Armut“ sieht Norbert Mappes-Niediek das Elend der (ost-)europäischen Roma begründet. In einem spannenden Text, der auf seinem jüngst erschienen Buch Arme Roma, böse Zigeuner basiert, unternimmt Mappes-Niediek eine Tour d'horizon von autoritärer Integration zu kommunistischen Zeiten, die einerseits Demütigung, aber auch praktisch vollständige Teilhabe am den Arbeitsmarkt brachte, bis zur Verelendung und Diskriminierung unter kapitalistischen Vorzeichen nach 1989 oder zu unhaltbaren wissenschaftlichen Ansätzen zum „Beweis“ von vorgeblich niedriger Intelligenz der Roma (aus den 2000er Jahren, nicht etwa aus den 1940ern).
Man solle sich von einem ethnisch definierten, auf Antidiskriminierung fokussierte europäische politische Strategien ab und der „Ökonomie der Armut“ zuwenden: „Als ,Roma-Problem‘ lassen sich die Probleme der Roma und die Probleme mit ihnen jedenfalls nicht lösen. Wenn etwas besser werden soll, müssen die Probleme zunächst bei ihrem richtigen Namen genannt werden. Sie heißen Armut, Arbeitslosigkeit, Bildungsmisere oder unterfinanziertes Gesundheitswesen.“

Samstag, 12. Januar 2013

Blätter, November 2012




Blätter für deutsche und internationale Politik
Heft 11/2012
128 S.







Über die „globale Demokratieverdrossenheit“ schreibt Stephen Holmes. Weiters gibt es einen aufrüttelnden Bercht von Liao Yiwu über die chinesische Diktatur zu lesen.
Berichte zur politischen Lage gibt es dazu über Spanien und Georgien.

Dienstag, 8. Januar 2013

Blätter, Oktober 2012




Blätter für deutsche und internationale Politik
Heft 10/2012
128 S.







Als „Leere Hülse“ analysiert Norbert Mappes-Niediek die Demokratie in Rumänien, bezugnehmend auf einen Essay von Titu Maiorescu aus dem Jahr 1968: „Die Institutionen, die man dafür braucht, sind alle vorhanden, aber sie funktionieren nicht so, wie sollten.“ In der Pattsituation im Machtkampf zwischen Regierung und Präsident sieht er aber dennoch die Chance auf Besserung, darauf „faire Verfahren für den Umgang der Verfassungsorgane miteinander herauszubilden.“

Montag, 7. Januar 2013

Blätter, September 2012




Blätter für deutsche und internationale Politik
Heft 9/2012
128 S.







Im dritten Teil ihrer Gespenstergeschichte des Kapitalismus führt Arundhati Roy ihre Gedanken zur Tätigkeit politischer Stiftungen zur Verbreitung der kapitalistischen Ideologie fort, teils sehr pointiert und über die Maßen zugespitzt in manchen Urteilen.
Achim Engelberg rezensiert das letzte zu Lebzeiten auf deutsch erschienen Buch des großen Eric Hobsbawm.

Samstag, 5. Januar 2013

Blätter, August 2012




Blätter für deutsche und internationale Politik
Heft 8/2012
128 S.







John Nichols sieht eine Neue Linke in den USA entstehen, basierend auf Lehren aus Wisconsion, Ohio und Occupy ab. Er bleibt vorsichtig und ist damit dennoch so zukunftsoptimistisch, daß dies nur skeptisch betrachtet werden kann.

Im zweiten Teil ihrer Gespenstergeschichte des Kapitalismus beschäfigt sich Arundhati Roy mit dem Wirken politischer Stiftungen, in dem sie einen wichtigen Baustein in der gesellschaftlichen Hegemonie des Kapitalismus ausmacht.

Dazu gibt es wieder einmal einen der interessanten Lageberichte über Kuba von Gerhard Drekonja-Kornat. Er ist einer der Wenigen, die es schaffen, sachlich und kritisch über Kuba zu schreiben und nicht in ein Extrem oder Polemik zu verfallen.