Sonntag, 19. April 2026
Leibnitz
19.4.2026
In der steirischen Stadt Leibnitz habe ich ein Fußballspiel besucht. 14.000 Menschen leben in der acht Ortschaften umfassenden Stadtgemeinde, davon 9.600 im Hauptort Leibnitz selbst.
Hauptplatz mit Rathaus. Das Gebiet um Leibnitz befand sich ab 860 im Besitz des Fürsterzbistums Salzburg. Das älteste schriftliche Erwähnung ist aus dem Jahr 970 als „civitas Lipnizza“. Der Name geht auf die altslawische Bezeichnung Lipъnica (Lindensiedlung) zurück.
katholische Stadtpfarrkirche
Straßenszenen
Kapuzinerkloster Leibnitz aus dem 16.Jh.
Schloss Seggau liegt im Ort Seggauberg oberhalb von Leibnitz. Zur militärischen Verteidigung des Herrschaftsgebiets der Salzburger Erzbischöfe, welche die Region seit dem Jahr 860 besaßen, wurde im 12.Jh. eine Burg errichtet. 1218 gründete der Salzburger Erzbischof Eberhard II. innerhalb der Salzburger Kirchenprovinz das Bistum Seckau, das bis 1786 in Seckau seine Residenz hatte und seit 1786 als Graz-Seckau in Graz. Im Lauf der Zeit entstanden hier am Berg drei unabhängige Burgen und Schlösser nebeneinander. Einerseits die den Salzburger Erzbischöfen gehörende Burg Leibnitz, zweitens eine Burg, welche sich die Bischöfe von Seckau etwas unterhalb bauen ließen, und drittens noch das Schloss Polheim der Burggrafen Polheim. Im 16.Jh. wurden die Trennmauern abgerissen und alle drei Burgen zu einer Anlage verbunden. Die Seckauer Bischöfe ließen sich nach dem Umzug nach Graz 1786 Leibnitz hier ein luxuriöses Schloss errichten, in dem sie die Sommer verbrachten. Im 20.Jh. war das Schloss in der Nachkriegszeit nur mehr als landwirtschaftlicher Gutsbetrieb geührt und beherbergt heute ein Schlosshotel.
Die Tennisanlage des SV Leibnitz in der Leibnitzer Au gibt es seit 1920. Bekannt ist der in Leibnitz geborene Tennisspieler Thomas Muster, der hier im Verein begann und eine Weltkarriere im Tennis machte.
Sonntag, 12. April 2026
Erlauf
12.4.2026
In Erlauf im niederösterreichischen Mostviertel habe ich ein Fußballspiel besucht. 1.100 Menschen leben in der aus acht Ortschaften bestehenden Marktgemeinde, zu fast 90% im Hauptort Erlauf selbst.
Erlauf liegt an der alten Poststraße von Wien nach Linz, jahrhundertelang die bedeutendste Ost-West-Hauptstraßenverbindung. Daher gab es früher eine Poststation zum Wechseln der Pferde und Verpflegungsmöglichkeit. Heute führt die hier in zwei Teilstücken 1959 und 1961 fertiggestellte Westautobahn am Ort vorbei.
Friedensdenkmäler und Friedensmuseum in Erinnerung an den 8. Mai 1945. An jenem Tag trafen hier die von Westen kommende US-Armee und die von Osten kommende sowjetische Armee am letzten Tag des Zweiten Weltkriegs aufeinander. Der sowjetische General Dmitri Dritschkin und der US-amerikanische General Stanley Reinhart feierten gemeinsam und legten im Haus des abgesetzten Nazi-Bürgermeisters den Fluss Enns als Demarkationslinie zwischen den USA und der Sowjetunion fest. 1995 hat man hier zwei Friedensdenkmäler von Jenny Holzer in abstraktem Stil und von Oleg Komov in klassischem Realismus errichtet. Das am 9. Mai 2015 eröffnete Friedensmuseum „Erlauf erinnert“ zeigt ausgehend von dem historischen Ereignis 1945 die Vorgänge in Ort und Region in der Geschichte des Zweiten Weltkriegs und seiner Erinnerungskultur der Zweiten Republik.
Bahnhaltestelle
Samstag, 11. April 2026
Trimmelkam
11.4.2026
Im Trimmelkam im oberösterreichischen Innviertel habe ich einen ehemaligen Fußballplatz besichtigt. 360 Menschen leben in der zur Gemeinde St. Pantaleon gehörenden Ortschaft.
In der zur Gemeinde gehörenden Ortschaft Trimmelkam gab es 1947 bis 1993 ein Braunkohlebergwerk der der Salzach-Kohlenbergbau-Gesellschaft (SAKOG). Es blieferte u.a. das nahe Kraftwerk Riedersbach mit Braunkohle, bis dieses auf Steinkohle-Verfeuerung umgerüstet wurde. Der Bergbau veränderte das Leben hier nachhaltig.
Mittwoch, 8. April 2026
Častá
8.4.2026
Im slowakischen Častá habe ich ein Fußballspiel besucht. 2.400 Menschen leben hier.
Die Burg Červený Kameň hatte früher den deutschen Namen Bibersburg, aber auch den Namen Rotenstein, was ebenso wie der ungarische Name Vöröskő die wörtliche Entsprechung des slowakischen Namens (Roter Stein) ist. Die heutige Burg steht an der Stelle einer älteren aus dem 13.Jh. Sie gehörte zur Festungskette des ungarischen Königreichs nahe der Grenze zum Königreich Böhmen. Bis zum 16.Jh. besaßen verschiedene Adelsfamilien die Burg mit der dazugehörenden Herrschaft über die ringsum lebenden Menschen. 1583 waren die ungarischen Magnaten Pálffy durch Heirat in den Besitz gekommen. Sie ließen die Burg zum heute zu sehenden Reanssanceschloss umbauen und von ihren Untertanen nach Großbränden 1646 und 1750 wiederaufbauen. Nach Enteidgung der Pálffy durch den tschechloslowakischen Staat nach der Befreiung 1945 ist die Anlage im Staatsbesitz und ein Museum.
Katholische Pfarrkirche im Ortszentrum
Častá hieß deutsch früher Schattmannsdorf. Der Ort wurde im 13.Jh. zum ersten Mal schriftlich erwähnt und gehörte zum Herrschaftsgut der Burg. Im 16.Jh. wurde kroatische Bevölkerung hier angesiedelt und nach großem Sterben an der Pest 1738 deutsche Siedler.
Straßenszenen. Etwa zwischen 1600 und dem Holocaust hatte das Dorf eine recht große jüdische Minderheitsbevölkerung. Sie hatten seit 1884 eine eigene Synagoge und zwei Friedhöfe. 1940 wurden die jüdischen Geschäfte unter dem slowakischen faschistischen Staat enteignet und mindestens 100 jüdische Einwohnerinnen und Einwohner im Frühjahr 1942 zur Ermordung in die deutschen Vernichtungslager deportiert.
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