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Freitag, 1. Oktober 2021
London
1.10.2021
Außerhalb der englischen Hauptstadt London wurde ein Fußballspiel besucht und davor ein weiteres Mal durch die Stadt spaziert.
Das Cable Street Mural wurde zwischen 1979 und 1983 von den Künstlern Dave Binnington, Paul Butler, Ray Walker und Desmond Rochfort auf eine Hauswand in Shadwell im Osten Londons gemalt. Es zeigt die Straßenschlacht der Battle of Cable Street im Jahr 1936. Die aufstrebenden Nazis der British Union of Fascists geführt von Hitler-Anhänger Oswald Mosley wollten mit einem provokativen Marsch durch das jüdisch-migrantisch-irisch geprägten Hafenarbeiterviertel im East End der dortigen Bevölkerung zeigen, was Jüdinnen und Juden sowie organisierte Arbeiterbewegung zu befürchten haben würden. Rund 3.000 Faschisten versammelten sich, um hier ihre Demonstration abzuhalten. Sie wurde von 6.000 Polizisten geschützt. Sie kamen allerdings nicht weit, da sie von 20.000 Antifaschistinnen und Antifaschisten attackiert, mit Gewalt gestoppt und vertrieben wurden. Es waren Einwohnerinnen und Einwohner des Viertels, Sozialistinnen und Sozialisten, Kommunistinnen und Kommunisten, Anarchistinnen und Anarchisten, Jüdinnen und Juden sowie irische Hafenarbeiter der nahen Werften und des Londoner Hafens, die sich am aktiven Widerstand gegen den Faschismus beteiligten. Die Polizei verhaftete rund 150 Antifaschistinnen und Antifaschisten. Rund 175 Menschen wurden verletzt. Die britischen Faschisten hatten zwar danach weiter Mitgliederzuwachs, aber ihre Attraktivität und ihr Vormarsch war in Großbritannien nachhaltig gebrochen.
Vor zehn Jahren habe ich an dieser Stelle einige der Hauptsehenswürdigkeiten beschrieben. 2021 wurde erneut an der Themse entlang spaziert und dabei manch Bekanntes betrachtet wie hier Tower Bridge und Tower.
Die ehemalige Werft Hay's Wharf aus den 1850er Jahren an der Themse.
An der Themse.
Ruinen des Winchester Palace südlich der Themse in Southwark, das heute mitten in London ist. Die im frühen 13.Jh. gebaute Residenz des Bischofs von Winchester gehörte zu den prächtigsten Bauten der Region. 300 Jahre war der Palast als Residenz in Gebrauch. Im englischen Bürgerkrieg wurde er als Gefängnis genutzt. Im 17.Jh. erfolgte eine Aufteilung in verschiedene Miets- und Lagergebäude. Heute ist noch eine Wand der großen Halle zu sehen. Diese war lange unter späteren Bauten verschwunden und wurde erst nach dem Brand von 1814 wiederentdeckt.
Straßenszene
Nachbau des Jahres 1997 des Globe Theatre von William Shakespeare aus dem Jahr 1599
An der Themse
Houses of Parliament
Buckingham Palace
Freitag, 6. Januar 2017
London Stratford
6.1.2017
Im Londoner Stadtteil Stratford wurde ein Fußballspiel besucht.
Die Old Town Hall von Straford wurde 1869 als Sitz der Gesundheitsbehörde Local board of health errichtet und 1881 erweitert. Später war hier das Rathaus für den 1889 gebildeten county borough Stratford.

Die St John’s Church wurde in den 1830er Jahren errichtet.

Im Friedhof der Kirche steht das 1879 errichtete Stratford Martyrs Memorial. Während der Unterdrückung von Protestantinnen und Protestanten unter Königin Mary (1553 bis 1558), die nach der Gründung der englischen Staatskirche unter ihrem Vater England wieder katholisch machen wollte, wurde in Stratford eine Gruppe von elf Männern und zwei Frauen am 17. Juni 1556 durch Verbrennen am Scheiterhaufen getötet. Rund 20.000 Menschen besuchten das Spektakel der öffentlichen Hinrichtung. Unter Königin Mary wurden insgesamt fast 300 Menschen wegen ihres Glaubens hingerichtet. Sie wurde je nach religionspolitischem Standpunkt für ihre Politik der Wiederherstellung des Katholizismus gelobt und daher ehrfürchtig „die Katholische“ genannt oder als blutige Unterdrückerin verachtet und blutrünstig („Bloody Mary“) genannt.
Das Pub King Edward VII stammt aus dem frühen 19.Jh. und hieß ursprünglich King of Prussia, „König von Preußen“, entweder nach dem preußischen König Friedrich II. oder Friedrich Wilhelm IV., der 1842 auf Besuch in der Gegend war. Nach Ausbruch des Ersten Weltkriegs wurde das Lokal 1914 nach dem damaligen englischen König umbenannt, da man nicht den Kriegsgegner ehren wollte. Einheimische nennen es aber immer noch The Prussian.
Straßenszene
Im Londoner Stadtteil Stratford wurde ein Fußballspiel besucht.
Die Old Town Hall von Straford wurde 1869 als Sitz der Gesundheitsbehörde Local board of health errichtet und 1881 erweitert. Später war hier das Rathaus für den 1889 gebildeten county borough Stratford.

Die St John’s Church wurde in den 1830er Jahren errichtet.

Im Friedhof der Kirche steht das 1879 errichtete Stratford Martyrs Memorial. Während der Unterdrückung von Protestantinnen und Protestanten unter Königin Mary (1553 bis 1558), die nach der Gründung der englischen Staatskirche unter ihrem Vater England wieder katholisch machen wollte, wurde in Stratford eine Gruppe von elf Männern und zwei Frauen am 17. Juni 1556 durch Verbrennen am Scheiterhaufen getötet. Rund 20.000 Menschen besuchten das Spektakel der öffentlichen Hinrichtung. Unter Königin Mary wurden insgesamt fast 300 Menschen wegen ihres Glaubens hingerichtet. Sie wurde je nach religionspolitischem Standpunkt für ihre Politik der Wiederherstellung des Katholizismus gelobt und daher ehrfürchtig „die Katholische“ genannt oder als blutige Unterdrückerin verachtet und blutrünstig („Bloody Mary“) genannt.

Das Pub King Edward VII stammt aus dem frühen 19.Jh. und hieß ursprünglich King of Prussia, „König von Preußen“, entweder nach dem preußischen König Friedrich II. oder Friedrich Wilhelm IV., der 1842 auf Besuch in der Gegend war. Nach Ausbruch des Ersten Weltkriegs wurde das Lokal 1914 nach dem damaligen englischen König umbenannt, da man nicht den Kriegsgegner ehren wollte. Einheimische nennen es aber immer noch The Prussian.

Straßenszene
Mittwoch, 30. Dezember 2015
Samstag, 4. Oktober 2014
Museum of London
London, 3.10.2014
Vor einem abendlichen Fußballspiel wurde in London das Museum of London besucht. Beim letzten Besuch in der Stadt wurde das welthistorisch-kunstgeschichtliche British Museum, diesmal sollte die Beschäftigung mit das Londoner Stadtgeschichte im Vordergrund stehen.

Das Museum wurde 1974 im Neubaugebiet der City of London eröffnet. Das ganze Stadtviertel war im Zweiten Weltkrieg vor allem zwischen September 1940 und Mai 1941 bei den deutschen Luftangriffen großteils zerstört worden. 32.000 Menschen wurden bei den Bombardierungen allein in London umgebracht.

Die durch die Bomben großflächig zerstörten und eingestürzten Häuser brachten hier den Verlauf der Stadtmauer wieder zum Vorschein, die hier in der römischen Zeit im 1.Jh.u.Z. erbaut worden war. Die römische Mauer marktierte für 1600 Jahre die Stadtgrenze, wenngleich sie immer wieder baulich verändert wurde. Die hier zu sehenden Mauerreste außerhalb des Museumsbaus folgen der Linie der Mauer, stammen aber von Bastionen aus dem 17. bis 19.Jh.

Das Museum of London beginnt mit der Geschichte der Gegend bevor daraus eine Stadt wurde, mit großen Tierknochen, ausgestellten Überresten von Menschen (Seklettteilen) und ersten kulturellen Erzeugnissen.

Interessant und spannend aufbereitet ist der Abschnitt über das römische London. Die Stadt London geht auf die römische Gründung zurück. Die Präsentation ist eine Mischung aus antiken Artefakten, Modellen, Rekonstruktionen und Filmen.

Hier die Nachbildung eines Zimmers einer reichen römischen Familie. Die Darstellung von Lebensumständen, Alltag und Freizeit ist gut gemacht, leider kommt gerade hier wieder einmal zu kurz, dass über 90% der Menschen damals hier eben nicht mit all den gezeigten Luxusprodukten lebten.

Im Mittelalter-Teil gibt es u.a. eine über hundert Jahre alte, große Nachbildung der St Paul's Cathedral, wie sie sich präsentierte bevor sie durch den großen Stadtbrand 1666 zerstört und durch den heute zu sehenden Barockbau ersetzt wurde.

Statuen von ca. 1430, die bürgerliche Tugenden darstellen

Aus dem englischen Bürgerkrieg des 17.Jh. gibt es einige Waffen und die Totenmaske von Oliver Cromwell zu sehen. Nichts interessantes. Doch das für jugendliches Publikum entworfene didaktische Konzept stellt hier wie auch anderswo gescheite Fragen.

Ein ungewöhnliches Ausstellungsstück ist die Holzverkleidung einer Gefängniszelle aus dem Wellclose Square Prison aus dem 18.Jh., an deren Wänden sich die Eingesperrten mit unzähligen Inschriften verewigt haben.

Die Welt des viktorianischen London wird u.a. durch kleine Gassen mit Geschäftszeilen veranschaulicht. Die Wohnungen und Lebensumstände des Großteils der Menschen, die arm und ausgebeutet lebten, bis sie früh starben, während Krone, Adel und Bürgertum ihr politisches und wirtschaftliches Weltreich bauten, wären interessanter zu sehen gewesen.

Die politisch bewegten ersten Jahrzehnte des 20.Jh. werden in einem kleinen Teil beleuchtet, u.a. der Wahlrechtskampf der Frauenbewegung um staatsbürgerliche Gleichstellung. Von der Arbeiterinnen- und Arbeiterbewegung gibt es bis auf Hinweise nichts.


Ingesamt war die Darstellung der Stadtgeschichte nach dem guten Beginn mit der römischen Zeit, trotz einzelner interessanter und gelungener Teile, leider enttäuschend. Weder das Werden der Großstadt in wirtschaftlicher und infrastruktureller Dimension noch die soziale Frage des Lebens der Menschen in der jeweiligen Zeit abseits der Oberschicht wird ausreichend berücksichtigt.

Das Museum bekundet, die größte Sammlung an historischer Männerbekleidung von der Urzeit bis zu aktueller Mode zu besitzen.
Vor einem abendlichen Fußballspiel wurde in London das Museum of London besucht. Beim letzten Besuch in der Stadt wurde das welthistorisch-kunstgeschichtliche British Museum, diesmal sollte die Beschäftigung mit das Londoner Stadtgeschichte im Vordergrund stehen.

Das Museum wurde 1974 im Neubaugebiet der City of London eröffnet. Das ganze Stadtviertel war im Zweiten Weltkrieg vor allem zwischen September 1940 und Mai 1941 bei den deutschen Luftangriffen großteils zerstört worden. 32.000 Menschen wurden bei den Bombardierungen allein in London umgebracht.

Die durch die Bomben großflächig zerstörten und eingestürzten Häuser brachten hier den Verlauf der Stadtmauer wieder zum Vorschein, die hier in der römischen Zeit im 1.Jh.u.Z. erbaut worden war. Die römische Mauer marktierte für 1600 Jahre die Stadtgrenze, wenngleich sie immer wieder baulich verändert wurde. Die hier zu sehenden Mauerreste außerhalb des Museumsbaus folgen der Linie der Mauer, stammen aber von Bastionen aus dem 17. bis 19.Jh.

Das Museum of London beginnt mit der Geschichte der Gegend bevor daraus eine Stadt wurde, mit großen Tierknochen, ausgestellten Überresten von Menschen (Seklettteilen) und ersten kulturellen Erzeugnissen.

Interessant und spannend aufbereitet ist der Abschnitt über das römische London. Die Stadt London geht auf die römische Gründung zurück. Die Präsentation ist eine Mischung aus antiken Artefakten, Modellen, Rekonstruktionen und Filmen.

Hier die Nachbildung eines Zimmers einer reichen römischen Familie. Die Darstellung von Lebensumständen, Alltag und Freizeit ist gut gemacht, leider kommt gerade hier wieder einmal zu kurz, dass über 90% der Menschen damals hier eben nicht mit all den gezeigten Luxusprodukten lebten.

Im Mittelalter-Teil gibt es u.a. eine über hundert Jahre alte, große Nachbildung der St Paul's Cathedral, wie sie sich präsentierte bevor sie durch den großen Stadtbrand 1666 zerstört und durch den heute zu sehenden Barockbau ersetzt wurde.

Statuen von ca. 1430, die bürgerliche Tugenden darstellen

Aus dem englischen Bürgerkrieg des 17.Jh. gibt es einige Waffen und die Totenmaske von Oliver Cromwell zu sehen. Nichts interessantes. Doch das für jugendliches Publikum entworfene didaktische Konzept stellt hier wie auch anderswo gescheite Fragen.

Ein ungewöhnliches Ausstellungsstück ist die Holzverkleidung einer Gefängniszelle aus dem Wellclose Square Prison aus dem 18.Jh., an deren Wänden sich die Eingesperrten mit unzähligen Inschriften verewigt haben.

Die Welt des viktorianischen London wird u.a. durch kleine Gassen mit Geschäftszeilen veranschaulicht. Die Wohnungen und Lebensumstände des Großteils der Menschen, die arm und ausgebeutet lebten, bis sie früh starben, während Krone, Adel und Bürgertum ihr politisches und wirtschaftliches Weltreich bauten, wären interessanter zu sehen gewesen.

Die politisch bewegten ersten Jahrzehnte des 20.Jh. werden in einem kleinen Teil beleuchtet, u.a. der Wahlrechtskampf der Frauenbewegung um staatsbürgerliche Gleichstellung. Von der Arbeiterinnen- und Arbeiterbewegung gibt es bis auf Hinweise nichts.


Ingesamt war die Darstellung der Stadtgeschichte nach dem guten Beginn mit der römischen Zeit, trotz einzelner interessanter und gelungener Teile, leider enttäuschend. Weder das Werden der Großstadt in wirtschaftlicher und infrastruktureller Dimension noch die soziale Frage des Lebens der Menschen in der jeweiligen Zeit abseits der Oberschicht wird ausreichend berücksichtigt.

Das Museum bekundet, die größte Sammlung an historischer Männerbekleidung von der Urzeit bis zu aktueller Mode zu besitzen.
Freitag, 3. Oktober 2014
London, Liverpool Street Station
2.10.2014
In der britischen Hauptstadt London wurde ein Fußballspiel besucht und sich nach drei Jahren wieder etwas in der Stadt herumgetrieben.
Vor der Londoner Liverpool Street Station erinnert die 2006 errichtete Skulptur Kindertransport − The Arrival an die 10.000 Kinder, die hier 1938/39 ankamen und allein oder von Geschwistern begleitet so dem Nazi-Terror in in Hitlerdeutschland entkamen und überlebten, während ihre jüdischen Familien großteils ermordet wurden. Angesichts der Schrecken des Novemberpogroms 1938 begann die Aufnahme unbegleiteter Kinder auf Initiative der jüdischen Gemeinde und der Quäker. Für die oft noch sehr kleinen Kinder war die Trennung von den Familien ebenso traumatisierend wie das Wegschicken der Kinder für Mütter und Väter, aber die Kinder konnten so überleben. Tausende jüdische Kinder aus Wien und Österreich, aus Deutschland und der deutsch besetzten Tschechoslowakei kamen hier an und wurden hier aufgenommen.





De Liverpool Street Station wurde 1874 eröffnet und ist einer der Londoner Hauptbahnhöfe.



In der britischen Hauptstadt London wurde ein Fußballspiel besucht und sich nach drei Jahren wieder etwas in der Stadt herumgetrieben.
Vor der Londoner Liverpool Street Station erinnert die 2006 errichtete Skulptur Kindertransport − The Arrival an die 10.000 Kinder, die hier 1938/39 ankamen und allein oder von Geschwistern begleitet so dem Nazi-Terror in in Hitlerdeutschland entkamen und überlebten, während ihre jüdischen Familien großteils ermordet wurden. Angesichts der Schrecken des Novemberpogroms 1938 begann die Aufnahme unbegleiteter Kinder auf Initiative der jüdischen Gemeinde und der Quäker. Für die oft noch sehr kleinen Kinder war die Trennung von den Familien ebenso traumatisierend wie das Wegschicken der Kinder für Mütter und Väter, aber die Kinder konnten so überleben. Tausende jüdische Kinder aus Wien und Österreich, aus Deutschland und der deutsch besetzten Tschechoslowakei kamen hier an und wurden hier aufgenommen.





De Liverpool Street Station wurde 1874 eröffnet und ist einer der Londoner Hauptbahnhöfe.



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