Mittwoch, 8. April 2026

Častá

8.4.2026

Im slowakischen Častá habe ich ein Fußballspiel besucht. 2.400 Menschen leben hier.

Die Burg Červený Kameň hatte früher den deutschen Namen Bibersburg, aber auch den Namen Rotenstein, was ebenso wie der ungarische Name Vöröskő die wörtliche Entsprechung des slowakischen Namens (Roter Stein) ist. Die heutige Burg steht an der Stelle einer älteren aus dem 13.Jh. Sie gehörte zur Festungskette des ungarischen Königreichs nahe der Grenze zum Königreich Böhmen. Bis zum 16.Jh. besaßen verschiedene Adelsfamilien die Burg mit der dazugehörenden Herrschaft über die ringsum lebenden Menschen. 1583 waren die ungarischen Magnaten Pálffy durch Heirat in den Besitz gekommen. Sie ließen die Burg zum heute zu sehenden Reanssanceschloss umbauen und von ihren Untertanen nach Großbränden 1646 und 1750 wiederaufbauen. Nach Enteidgung der Pálffy durch den tschechloslowakischen Staat nach der Befreiung 1945 ist die Anlage im Staatsbesitz und ein Museum.


Katholische Pfarrkirche im Ortszentrum


Častá hieß deutsch früher Schattmannsdorf. Der Ort wurde im 13.Jh. zum ersten Mal schriftlich erwähnt und gehörte zum Herrschaftsgut der Burg. Im 16.Jh. wurde kroatische Bevölkerung hier angesiedelt und nach großem Sterben an der Pest 1738 deutsche Siedler.


Straßenszenen. Etwa zwischen 1600 und dem Holocaust hatte das Dorf eine recht große jüdische Minderheitsbevölkerung. Sie hatten seit 1884 eine eigene Synagoge und zwei Friedhöfe. 1940 wurden die jüdischen Geschäfte unter dem slowakischen faschistischen Staat enteignet und mindestens 100 jüdische Einwohnerinnen und Einwohner im Frühjahr 1942 zur Ermordung in die deutschen Vernichtungslager deportiert.