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Samstag, 6. September 2025
Liebenfels
6.9.2025
In Liebenfels in Kärnten habe ich ein Fußballspiel besucht. 3.400 Menschen leben in der aus 48 Ortschaften bestehenden Marktgemeinde Liebenfels.
Die Marktgemeinde Liebenfels entstand 1958 durch zusammenschluss der Gemeinde Pulst mit Hauptort Feistritz mit Hardegg und Liemberg , wobei der Hauptort Feistritz in Liebenfels umbenannt wurde. 1973 kam auch noch die zuvor selbständige Gemeinde Sörg zu Liebenfels dazu. Den Namen Liebenfels nahm man von der Burgruine Liebenfels. Eine Burg wurde hier erstmals im Jahr 1312 als Liewenvelse schriftlich erwähnt. Im Wortsinn herausragend auffällig sind die beiden massiven Türme der Bergfriede aus der Zeit um das Jahr 1300 und dem frühen 14.Jh., die einst in der Hauptburg und der Vorburg standen. Zwischen 1484 und 1490 war die Burg von ungarischen Soldaten kampflos besetzt, welche im Bündnis mit dem Salzburger Erzbischof gegen den Kaiser Friedrich III. Krieg führten. Sie ließen die Festung durch die einheimische Bevölkerung als Stützpunkt für ausgedehnte Raubzüge in der Region ausbauen. Nach ihrem Abzug war die Burganlage teilweise zerstört und verfiel im 17.Jh. zur Ruine.
Samstag, 15. März 2025
Seeboden am Millstätter See
15.3.2025
In Seeboden am Millstätter See in Kärnten habe ich ein Fußballspiel besucht. 6.700 Menschen leben in der aus 22 Ortschaften bestehenden Marktgemeinde, davon rund die Hälfte in dem im 19.Jh. als Folge des Tourismus aus den Orten Gritschach, Kraut, Reich und Wirlsdorf zusammengewachsenen Hauptort Seeboden.
Am Millstätter See, dem nach dem Wörthersee zweitgrößten See Kärntens.
Ein Denkmal aus dem Jahr 2018 erinnert an einen am 19. August 1933 im Millstätter See ertrunkenen Franzosen und alle übrigen im See tödlich Verunglückten. Mit dem historischen Gedenkstein für den im Zuge eines Ferienlagers ertrunkenen René Jules Jammes aus Carcassonne. A notre enfante chéri / tes parents désolés und Ta sœur inconsolable/ Lydi“ („Unserem lieben Kind / die verzweifelten Eltern und „Deine trauernde Schwester / Lydie“).
Straßenszenen. 2011 hat man den Gemeindename Seeboden auf Seeboden am Milstätter See erweitert
Sonntag, 11. August 2024
Pörtschach
11.8.2024
In Pörtschach am Wörthersee in Kärnten habe ich ein Fußballspiel besucht. Etwas unter 3.000 Menschen leben hier neben 1.400 Zweitwohnhausbesitzerinnen und -besitzern und einem Vielfachen an Sommergästen.
Geld begann mit dem Beginn des Tourismus reicher Leute im 19.Jh. hierher zu kommen. Markantes Ereignis war dafür der Eisenbahnanschluss mit der neuerrichteten Südbahn und Eröffnung des Bahnhofs 1864.
Straßenszenen. Der Ortsname Pörtschach stammt von der hier ab dem 7.Jh. lebenden slawischen Bevölkerung. Ihr porecah bedeutete „bei den Leuten, die am Bach wohnen“. Im heutigen Slowenisch schreibt sich das Poreče.
Wörthersee
Katholische Pfarrkirche aus dem 18.Jh., nach Turmeinsturz 1891 in den Jahren 1904 bis 1906 umgebaut und vergrößert.
Montag, 1. Mai 2023
Villach
1.5.2023
In der Kärntner Stadt Villach wurde ein Fußballspiel besucht. 64.000 Menschen leben hier, womit Villach die siebtgrößte Stadt Österreichs ist.
Der Hauptbahnhof. Villach ist ein überregional bedeutender Bahnknotenpunkt, in dem sich die Strecken der Drautalbahn, der Rudolfsbahn und der Karawankenbahn kreuzen. Es befindet sich hier für den Güterverkehr der zweitgrößte Verschiebebahnhof Österreichs und ein großer ÖBB-Standort. Von der Betriebsführungszentrale Villach aus wird das ÖBB-Hauptnetz in den Bundesländern Kärnten und Steiermark gesteuert. Im Zweiten Weltkrieg war Villach als Eisenbahnknotenpunkt ein strategisches Ziel der alliierten Luftwaffen zur Störung der deutschen Kriegslogistik. In 37 Luftangriffen wurden rund 42.500 Bomben auf Villach abgeworfen, die 85% der Gebäude der Stadt beschädigten. Villach war nach Wiener Neustadt zu Kriegsende die meistzerstörte Stadt Österreichs.
Villacher Bier
Straßenszene. Siebeneinhalb Jahrhunderte, von 1007 bis 1759 gehörte Villach dem Hochstift Bamberg in Bayern. Nachdem 1675 der Bamberger Fürstbischof bereits die Landeshoheit über die Besitzungen in Kärnten samt Villach an die Habsburger übergeben hatte, verkaufte Bamberg 1759 auch den Besitz darüber.
Der Pranger. Im 15.Jh. wurde hier der Pranger als damaliges Strafvollzugsinstrument an zentraler Stelle in der Stadt aufgestellt. Um das Jahr 1800 wurde er entfernt und die Steinsäule als Baumaterial in eine Ufermauer an der Drau eingebaut. Man vergaß auf ihn, bis die Mauer 1959 abgerissen wurde und das mittelalterliche Monument auftauchte. Das Original kam ins Museum, aber hier stellte man eine Kopie auf. Einzigartig ist an ihm die in Stein gemeißelte drastische Darstellung der möglichen Strafen, die man sich seinerzeit zu vergegenwärtigen hatte: Stäupen (Auspeitschen), Hand abhacken, Augen ausstechen und das Abschneiden eines Ohres. Zu sehen sind weiters die Waage als Sinnbild der Gerechtigkeit und der Schwertarm als Ausdruck der Marktgerechtigkeit und des Friedegebots in der Stadt.
Hauptplatz
Das Paracelsushaus. Der Arzt und Philosoph Theophrastus Bombast von Hohenheim, bekannt als Paracelsus lebte von 1502 bis 1516 in Villach. Sein Vater arbeitete hier als Stadtarzt. Dass das hier auch ihr Haus gewesen ist, ist aber nur legendär überliefert.
Der Hauptplatz wurde im 12.Jh. angelegt.
Stadtpfarrkirche aus dem 14./15.Jh., ein Neubau nach Zerstörung der Vorgängerkirche im Erdbeben von 1348. Um 1526 nahm ein Großteil der Bevölkerung die Reformation an, Villach wurde zum religiözen Zentrum des Protestantismus in Kärnten. Die mit staatlicher Gewalt der Habsburgermonarchie durchgesetzte katholische Gegenreformation führte um 1600 zu einem wirtschaftlichen Niedergang der Stadt durch erzwungene Abwanderung der Evangelischen.
Stadtmauerrest
Überrest aus der römischen Antike
Nach der Machtübernahme der Nazis griffen sie auch in Villach die hier lebenden Jüdinnen und Juden an, beraubten sie, schlossen sie aus dem öffentlichen Leben aus, vertrieben und ermordeten sie. Die Villacher Widerstandskämpfer gegen das NS-Regime Heinrich Brunner, Valentin Clementin, Rosa Eberhard, Milan Jelic, Margarete Jessernig, Maria Peskoller, Erich Ranacher und Josef Ribitsch wurden 1944 in Graz von der NS-Justiz mit dem Fallbeil hingerichtet. Das Denkmal der Namen in der Widmanngasse erinnert an die von den Nazis Ermordeten in Stadt und des Bezirk Villach. Das Denkmal mit Glastafeln mit Namen der Ermordeten wurde nach der Eröffnung 1999 13-mal von Kärntner Neonazis beschädigt bis die fünfköpfige Gruppe 2010 durch Videoüberwachung erwischt wurde.
Sonntag, 30. April 2023
St. Stefan im Lavanttal
30.4.2023
In St. Stefan im Lavanttal in Kärnten/Koroška wurde ein Fußballspiel besucht. 1.700 Menschen leben hier.
Bahnhof. Die Lavanttalbahn wurde 1879 mit der Strecke von Wolfsberg nach Unter Drauburg, dem heutigen Dravograd in Slowenien, eröffnet und führte schließlich bis nach Celje, damals in der Habsburgermonarchie Cilli. Die nach der Grenzziehung 1918/19 im damaligen Jugoslawien liegenden Streckeabschnitte wurden später im Korridorverkehr ohne Halt betrieben und 1965 stillgelegt.
Straßenszenen
Ersten Bergbau gab es in St. Stefan ab dem 16.Jh., als hier Silbererz abgebaut wurde. Ende des 19.Jh. begann man mit Braunkohlabbau, der 1845 bis 1968 intensiv betrieben wurde und die Ort komplett veränderte. Aus einem kleinen bäuerlichen Dorf wurde eine Bergknappensiedlung, in welcher das Bergwerk Leben und Arbeit bestimmte. Am 1. November 1967 kam es im Braunkohlebergwerk zu einem schweren Grubenunglück. Ein Feuer tötete fünf Bergleute. Ein Bergmann konnte nie geborgen werden und liegt bis heute im Stollen verschüttet begraben. Aufgrund des Unglücks wurde der Bergbau mit 31. März 1968 schließlich geschlossen. Das geschah gegen den Willen und Protest der Bevölkerung, denn über 1.500 Bergarbeiter wurden damit arbeitslos.
Die katholische Pfarrkirche wurde um 1500 in spätgotischem Stil erbaut. Bereits im Jahr 1106 wurde eine Kapelle hier aber erstmals schriftlich erwähnt.
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