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Samstag, 21. September 2024

Amsterdam

21.9.2024

In der niederländischen Hauptstadt Amsterdam habe ich nach einer nicht-fußballbezogenen Aktivität am Freitagabend am Samstag eins, zwei, drei Fußballspiele besucht. Beim insgesamt dritten Besuch hier hatte ich die Stadt 2015 besichtigt. Beim nunmehr vierten Mal in Amsterdam blieb ich außerhalb des Zentrums im Südosten.

Bahnhof Amsterdam Amstel aus dem Jahr 1939 im Stadtteil Amsterdam-Oost.


Straßenszenen.

Mittwoch, 15. Juni 2022

Ermelo

15.6.2022

Im niederländischen Ermelo wurde ein Fußballspiel besucht. 27.000 Menschen leben hier.

Die Stadt Ermelo liegt in der Provinz Gelderland. Die Siedlung wurde im Jahr 855 erstmals schriftlich erwähnt (Irminio). Bis in die Nachkriegszeit des 20.Jh. blieb Ermelo aber ein Dorf. Erst der Bauboom jener Jahre führte zu Zuzug, neuen Wohnbauten und Bevölkerungswachstum zur heutigen Kleinstadt.


Windmühle De Koe aus dem Jahr 1863. Nachdem die Windmühle 1990 von einem Blitz getroffen worden war, brannte sie halb ab. 2008 wurde sie renoviert.

Samstag, 26. Februar 2022

Groningen

26.2.2022

In der niederländischen Stadt Groningen wurde ein Fußballspiel besucht. 233.000 Menschen leben hier.

Wasserstraßenszene. Groningen oder Cruoninga – wie es im Mittelalter hieß – entstand im Frühmittelalter, als der Kern um die heutige Altstadt ab dem 7.Jh. dauerhaft besiedelt war. 1040 wurde der Ort erstmals schriftlich erwähnt. Aufgrund der guten Lage mit schiffbarem Nordsee-Zugang über die Drentsche Aa entwickelte sich die Stadt zu einem Handelszentrum und schaffte es nach mehreren vergeblichen Anläufen schließlich 1422 in die mächtige Hanse aufgenommen zu werden. Zu Beginn des 16.Jh. verlor Groningen seine Unabhängigkeit und kam schließlich 1580 unter spanische Herrschaft. Nach mehrmonatiger Belagerung eroberte ein niederländisch-englisches Heer 1594 Groningen und schloss es der damaligen Republik der Vereinigten Niederlande an. Die katholische Kirche wurde enteignet und die Religion nunmehr protestantisch.


Straßenszene


Das Rathaus, Stadhuis. Mit dem Bau wurde 1792 begonnen, nachdem das mittelalterliche Rat- und Weinhaus 1775 abgerissen worden war. Aber erst 1810 wurde das neue Rathaus vollendet.


de Grote Markt („der Große Markt“)


Die Martinikirche (Martinikerk) am Grote Markt. Die Backsteinkirche in gotischem Stil aus dem 13.Jh. ist die älteste und größte Kirche der Stadt. Der markante Turm, Martinitoren, wurde 1469 bis 1482 gebaut.


Straßenszenen


Der 1425 bis 1492 erbaute Aa-kerk. Der Name bezieht sich auf die in der Nähe fließende Drentsche Aa.


Straßenszene


Die jüdische Synagoge aus dem Jahr 1906. Seit 1981 wird sie wieder genutzt. Eine lebendige jüdische Gemeinde bestand hier zum Überfall durch die deutsche Wehrmacht 1940. Attila Groningen war etwa der älteste jüdische Turn- und Sportverein in Europa. 1940 lebten 3.000 Jüdinnen und Juden in Groningen, darunter vor den Nazis geflohene 250 jüdische Flüchtlinge aus Deutschland. Von August 1942 bis April 1943 ließen die Nazis die Jüdinnen und Juden in mehreren Transporten zur Ermordung in KZ deportieren. 2.800 wurden ermordet. Nur wenigen gelang es, unterzutauchen und versteckt zu überleben.


Straßenszenen. Am Ende des Zweiten Weltkriegs konnte die Stadt erst nach tagelangen Straßenkämpfen von 13. bis 16. April 1945 gegen Widerstand von niederländischen und belgischen SS-Freiwilligen von kanadischen Soldaten befreit werden.

Freitag, 25. Februar 2022

Doetinchem

25.2.2022

In der niederländischen Stadt Doetinchem wurde ein Fußballspiel besucht. 58.000 Menschen leben hier.

Windmühle De Benninkmolen aus dem Jahr 1921


Das Schloss Slangenburg steht sieben Kilometer östlich der Stadt in einem Wald. Ursprünglich im Mittelalter errichtet (1354), wurde die Wasserburg im 17.Jh. zur heutigen Ansicht als Barockschloss umgebaut.


Windmühle De Walmolen aus dem Jahr 1851


Straßenszene. Doetinchem ist die wichtigste Stadt der Region Gelderse Achterhoek. Sie wird umgangssprachlich „De Graafschap“ genannt, da das Gebiet ungefähr der mittelalterlichen Grafschaft Zutphen entspricht. Im Jahr 838 wurde Doetinchem zum ersten Mal schriftlich erwähnt. 1236 erhielt sie das Stadtrecht verliehen.


Um 1100 wurde eine Stadtmauer errichtet. In zahlreichen Kriegen war Doetinchem aufgrund seiner geographischen Lage oftmals von verschiedenen Heeren belagert, wurde zerstört und seine Einwohnerinnen und Einwohner getötet. Im Achtzigjährigen Krieg der Niederlande um ihre Unabhängigkeit von Spanien wurde die Stadt 1672 großteils verwüstet. Im Zweiten Weltkrieg wurde Doetinchem im März 1945 im Zuge des alliierten Vormarsches so schwer bombardiert, dass von der Altstadt fast nichts übrig blieb. Nach dem Krieg konnte nur die Sankt-Katharinen-Kirche (Sint Catharinakerk) aus dem Jahr 1200 als relevantes historisches Gebäude wiederaufgebaut werden.


1636 wurde dem ersten Juden erlaubt, in Doetinchem zu wohnen. Es entwickelte sich im Lauf der Jahrhunderte eine jüdische Gemeinde, die 1899 an ihrem Höchststand 255 Mitglieder hatte. Nach dem Überfall der deutschen Wehrmacht auf die Niederlande 1940 wurden unter deutscher Besetzung die jüdischen Einwohnerinnen und Einwohner der Stadt zwischen Oktober 1941 und April 1943 verhaftet, deportiert und ermordet. Einige wenige dutzend Jüdinnen und Juden konnten sich vor den Deportationen verstecken und überleben. Das Gebäude der 1878 errichteten Synagoge wurde bei den Bombardierungen der Stadt im Zweiten Weltkrieg zerstört. Seit 2007 erinnert ein Denkmal an die 124 von den Nazis ermordeten Jüdinnen und Juden aus Doetinchem.

Freitag, 16. August 2019

Breda

16.8.2019

Im niederländischen Breda wurde ein Fußballspiel besucht. 184.000 Menschen leben hier.

Das Stadtschloss Kasteel van Breda wurde im 17.Jh. errichtet. Kriegerischen Zwecken dient es auch heute noch. 1828 eröffnet hier die Königlich Niederländische Militärakademie (Koninklijke Militaire Academie), seit 2005 Nederlandse Defensie Academie.


Das Spanjaardsgat (Spanisches Tor) aus dem Jahr 1610 ist als Wassertor ein Rest der ehemaligen Stadtbefestigung zur Stadt. Am 16. Februar 1566 unterzeichneten in Breda 16 niederländische Adelige den sogenannten „Bredaer Kompromiss“, in dem sie um die Abschaffung der vom Landesherrn, dem spanischen König Philipp II., verschärften Unterdrückung der evangelischen Religion und um Aufhebung der katholischen Inquisition mit ihrem Terror, Folterungen und Hinrichtungen baten.Nach und nach unterschrieben 400 niederländische Adelige das Dokument. Da die spanische Antwort darauf Gewalt und Krieg war, wurde es der Beginn des niederländischen Aufstandes gegen die spanische Herrschaft. 1581 wurde Breda von einem spanischen Heer durch Überrumpelung eingenommen und bei der anschließenden Plünderung rund 500 Einwohnerinnen und Einwohner umgebracht. 1590 wurde die Stadt von niederländischen Truppen wiedererobert. Im Achtzigjährigen Krieg zwischen Spanien und den Niederlanden von 1568 bis 1648 wurde Breda 1625 neun Monate lang von einem spanischen Heer belagert und erobert. 1637 wurde das spanische Breda dann seinerseits elf Wochen lang von einem niederländischen Heer belagert und zurückerobert.


Die Onze-Lieve-Vrouwekerk (Liebfrauenkirche) oder auch Grote Kerk ist ein wichtiges Beispiel der Architektur der brabantischen Gotik. Mit dem Bau der huetigen Kirche wurde 1410 anstelle einer Vorgängerkirche begonnen. 1468 war das Querhaus fertiggestellt. Nach dem Einsturz des alten Turms 1457 wurde von 1468 bis 1509 der heutige Turm errichtet. Bis 1526 wurden Seitenkapellen des Kirchenschiffs gebaut und von 1526 bis 1536 der Chorumgang. 1547 wurden die Bauarbeiten insgesamt abgeschlossen. 1566 wurde die ursprüngliche Kircheneinrichtung im Bildersturm der protestantischen Reformation zerstört und entfernt. Überrreste des einstigen Ausschmückung sind zu sehen. Aufgrund der wechselnden spanisch-niederländischen politischen Oberhoheit über die Stadt wechselten bis 1637 katholische und evangelische Religion einander im Betrieb der Kirche ab, seither ist sie eine evangelische Kirche. Für religiöse Zwecke wird das Gebäude heute aber nur mehr gelegentlich genutzt.


Unter zahlreichen Grabdenkmälern, die sich diverse Adelige im Lauf der Jahrhunderte in der Kirche kunstvoll schaffen ließen, gehört die Grabkapelle der Nassauischen Dynastie (Prinsenkapel) aus den Jahren 1520 bis 1525. Die Grafen von Nassau-Breda waren Vorfahren der heutigen niederländischen Königsfamilie.


Der Grote Markt (große Marktplatz) ist das Zentrum der Stadt und seit jeher Marktplatz.


Straßenszenen


Das Fluchtdenkmal erinnert an die Massenflucht der Einwohnerinnen und Einwohner vor der anrollenden deutschen Wehrmacht nach deren Überfall auf die Niederlande im Mai 1940. Die Statue des Künstlers Hein Koreman wurde seit 1955 an der verschiedenen Orten der Stadt aufgestellt, seit 1999 steht sie hier im Valkenberg Park.


Gedenkstein für die unter deutscher Besatzung ab 1940 verfolgten und ermordeten jüdische Bevölkerung Bredas. Davor lebten mehr als zweihundert Jüdinnen und Huden in Breda, darunter etwa fünfzig deutsche Jüdinnen und Juden, die vor der Verfolgung der Nazis geflohen waren. Bald nach der deutschen Machtübernahme wurden vielfältige Unterdrückungsmaßnahmen erlassen, die Synagoge zerstört und Geschäfte im Besitz von Jüdinnen und Juden geplündert etc. 1942 erhielt die Stadtverwaltung von der Besatzungsmacht den Auftrag, eine Liste der jüdischen Einwohnerinnen und Einwohner Bredas zu erstellen. Einige konnten sich verstecken oder fliehen. Wer nicht entkam, wurde von den deutschen Besatzungssoldaten zur Ermordung in die Vernichtungslager Auschwitz und Sobibor deportiert. Von den jüdischen Einwohnerinnen und Einwohnern Bredas kehrten nach 1945 etwa 45 Menschen zurück.


Am 29. Oktober 1944 wurde Breda nach zweitägigen Kämpfen von der 1. Polnischen Panzerdivision (1 Dywizja Pancerna) erobert und von der deutschen Besatzung und Terrorherrschaft der Nazis befreit. An die Befreiung durch die Polen, Teil der Streitkräfte der polnischen Exilregierung, die an der Seite der Wsetalliierten am Krieg teilnahm, erinnern ein Befreiungsdenkmal und ein 1945 als Denkmal gestifteter Panzer.


Wasserturm


Straßenenten