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Dienstag, 23. September 2008

Das Zeitalter Elisabeths I.


Betrifft: Geschichte
Das Zeitalter Elisabeths I.
England an der Wende vom 16. zum 17. Jh.
von Manfred E.A. Schmutzer
Radio Ö1, 22.-26.9.2008, 17:55-18:00 Uhr



In der meist lobenswerten Ö1-Radiosendung Betrifft: Geschichte in den 5 Minuten vor dem Abendjournal geht es diese Woche um das elisabethanische Zeitalter Englands, erzählt von Manfred Schmutzer aus Graz.

Der unsereiner weniger durch Friedrich Schiller als durch Verfilmungen in Kino und TV bekannte Stoff fasziniert durch mehrere eng miteinander verwobene Aspekte: Der Religionskonflikt zwischen Staatskirchlern (in der Rezeption oft mit einem Rationalisierungsprozeß, mit Modernität assoziiert - die Sieger schreiben die Geschichte) und Katholen (mit Rückständigkeit assoziiert), der Konflikt zweier starker Frauen, Elisabeth und Maria Stuart, und über, unter, vor und hinter allem der große Konfikt um die Seeherrschaft im Atlantik und damit um die Profite aus der Ausbeutung Lateinamerikas (der leider in den aktuellen filmischen Bearbeitungen am wenigsten beleuchtete, aber gar nicht zu unterschätzende Aspekt) zwischen der absteigenden Macht Spanien und der aufsteigenden Macht England.

In der ersten Folge gestern ist mir eher ungut aufgestoßen, wie Schmutzer bei der "Vorgeschichte" über Heinrich VIII., davon gesprochen hat, daß "damals die Köpfe locker saßen". Bei allem Verständnis für massentaugliche, prägnante Formulierungen - aber das war mir dann doch zu flapsig angesichts des realen Hintergrunds, das kann man auch anders sagen. Schauen wir mal, wie's weiter geht.

Donnerstag, 17. Januar 2008

Elizabeth: The Golden Age



Elizabeth: The Golden Age
UK/F 2007
Regie: Shekhar Kapur
u.a. mit Cate Blanchett, Clive Owen, Geoffrey Rush





Schon länger erwartet, hab' ich's jetzt in den Film geschafft. Wie im ersten Elisabeth-Film aus dem Jahr 1998 steht historische Genauigkeit freundlich gesagt nicht im Vordergrund, worüber man schon mal hinwegsehen kann, wenn's gut gemacht ist. Hier sind mir dann aber doch die Spanier zu einseitig gezeichnet, was diese Anforderung nicht erfüllt. Nur auf die religiöse Dimension des Konflikts zu kaprizieren ist halt verkürzt, die eminent wichtige wirtschaftlich-machtpolitische Komponente (Gold aus Amerika!) wird dagegen nur angedeutet, um Raleigh als wilden Hund zu präsentieren. Die Farbenpracht, Lichtspielereien und Einstellungen von oben in gotischen Bauten sind dagegen wieder sehr schön. Cate Blanchett ist jedenfalls noch beeindruckender als vor zehn Jahren, wirklich gut. Gewollt nett, wenn sie mit dem Habsburger Deutsch radebrecht und eine nette persönliche Reminiszenz an den Schottland-Aufenthalt, wenn Maria Stuart in schottischer Sprachfärbung redet.

Die Geschichte als Heroisierung Elisabeths aufzubauen ist halt verführerisch, genauso wie die Darstellung als Konflikt zwischen religiösem Fundamentalismus und toleranter Aufklärung. Aber wenn man da die Einseitigkeit wenigstens ein bisserl durchbrochen hätte, hätte das den Film besser gemacht. So ist es eben nur eine schöne Fortschreibung des Vorgängers, die dessen Status aber nicht erreicht.

Mittwoch, 12. Dezember 2007

Elisabeth I.

Elisabeth I.
2-teiliger TV-Film
Großbritannien/USA 2005
Regie: Tom Hooper
u.a. mit Helen Mirren, Jeremy Irons, Hugh Dancy



Bilder wie - zeitgenössische - Gemälde, die offensichtlich Vorlage waren. Überhaupt ein Fernsehfilm in beachtenswerter Qualität der Ausstattung, wenngleich halt im Tempo nicht Kinoqualität, es gibt keine Zeit für Elegisches, Stimmungsvolles. Es gibt auch wenig Totalen auf große Bilder - aber um nicht ungerecht zu sein, man kann jetzt einem Fernsehfilm nicht vorwerfen, ein Fernsehfilm zu sein und darum oft kammerspielartig zu wirken. Natürlich erinnert das ganze sehr an Kapurs Elisabeth, von dem ja jetzt bald die Fortsetzung kommt. Helen Mirren macht ihre Sache aber großartig, sie gibt der Rolle der selbstbewußten Elisabeth eine eigene Akzentuierung. Obwohl schon eine langwierige Sache durchaus nett das Ganze.

Dienstag, 27. November 2007

Black Adder

Auf BBC Prime läuft die Serie Black Adder, ein Meisterwerk britischen Humors. In den 80er Jahren gedreht, verkörpert Rowan Atkinson großartig verbissen die Hauptfigur, Black Adder. Hintergrund sind Epochen der britischen Geschichte - Mittelalter, Elisabeth I. (Miranda Richardson als Elisabeth!), 18. Jahrhundert und Erster Weltkrieg - in deren Rahmen sich die Handlung abspielt. Ich versteh' zwar nur die Hälfte der Anspielungen auf historische Ereignisse etc., aber allein das ist schon großartig.



Dienstag, 6. November 2007

Elizabeth: The Golden Age

Ich freu' mich auf die Fort- setzung des Films Elizabeth im Dezember. Den hab' ich unzählige Male gesehen und kann ihn immer wieder sehen. Zumindest der erste Film hat durch schöne Bilder und intelligente Verstrickungen geglänzt, die künstlerische Freiheiten in der Abweichung von der Historie vergessen lassen - was mir nicht oft passiert.