Donnerstag, 20. Januar 2022

Sagalassos

20.1.2022

Die antiken Ruinen von Sagalassos (Σαγαλασσός) in den Bergen der türkischen Provinz Burdur wurden besichtigt bevor es wieder hinunter an die Küste in die Provinz Antalya zu einem Fußballspiel ging.

Die Stadt liegt in 1.450 bis 1.600 Meter Höhe am Fuß des Taurusgebirges. Im Winter liegt hier Schnee.


Wohnhäuser. Pisidien (altgriechisch Πισιδία, lateinisch Pisidia) hieß in der Antike die gebirgige Landschaft im westlichen Taurusgebirge, zwischen der Küstenebene bei Antalya im Süden und den Seen um Burdur im Norden. Die psidischen Siedlungen waren aufgrund ihrer Lage in schwer zugänglichem Gebirge in Kriegen gut zu verteidigen. 333 v.u.Z. musste sich die Bevölkerung dennoch der Belagerung durch die Militärmacht Alexanders des Großen geschlagen geben und wurde wie viele andere Städte blutig erobert als dieser die Region von Kleinasien bis Indien mit Krieg überzog.


Badeanstalt/Gymnasion. Die hellenistische Stadt Sagalassos wurde mehrmals von Erdbeben zerstört, insbesondere im Jahr 518. Die Epidemie der Justinianischen Pest, die zwei Jahrhunderte lang im Mittelmeerraum die Menschen in Massen sterben ließ, traf um das Jahr 542 auch Sagalassos und tötete wohl etwa die Hälfte der Bevölkerung. Nach der nochmaligen Zerstörung der wiederaufgebauten Stadt in der Mitte des 7.Jh. wurde sie weitestgehend aufgegeben. Menschen werden im Tal zweitweise weiter gelebt haben und es wurden Überreste eines militärisch befestigten christlichen Klosters gefunden, das im 12.Jh. zerstört wurde. Ansonsten wurde Sagalassos vergessen. Die verlassene Stadt verfiel im Lauf der Jahrhunderte und wurde von Schutt und Sedimenten überdeckt, blieb aber wohl dank ihrer Abgelegenheit fast ungeplündert erhalten. Die zahlreichen Ruinen, Säulen und Steine zeigen eine wohlhabende Stadt.


Das Hadrianische Nymphäum. Brunnengebäude mit über 20 Meter langer, zweigeschossiger Ornamentfassade. Errichtet in der zweiten Hälfte der Regierungszeit des römischen Kaisers Hadrian (128 bis 138), möglicherweise während einer Reise des Kaisers durch Kleinasien.


Die untere Agora (der untere Marktplatz). Die Stadt zieht sich den Berg hinauf, sodass man auch bei Temperaturen am Gefrierpunkt beim Besichtigungsrundgang gut erwärmt wird.


Straßenszenen


Die prachtvolle obere Agora mit der beeindruckenden Brunnenhaus des Antoninischen Nymphäums aus den Jahren 161 bis 180


Heroon, ein Gebäude zur Verehrung einer unbekannten prominenten Person, von der nur Teile einer zweieinhalb Meter hohen Statue für ihn gefunden wurden. Errichtet während der Regierungszeit des römischen Kaisers Augustus um das Jahr 1 u.Z. herum.

Ausblick


Straßenszene


Blick auf das Theater hoch oben am Bergrücken. Im römischen Imperium wurde Sagalassos eine der bedeutendsten städtischen Siedlungen in Pisidien, wobei eine Diskrepanz zwischen der vermutlich geringen Bevölkerungszahl von einigen tausend Menschen, jedenfalls deutlich unter 10.000, und der Pracht und Größe der öffentlichen Bauten auffällt. Das Theater bot auf seinen Rängen 9.000 Plätze – war also auch auf eine Wirkung weit jenseits der Stadtbevölkerung selbst ausgerichtet.


Ausblick ins Tal


Katze

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