Mittwoch, 7. Januar 2015

Valencia

4.1.2015

In der spanischen Stadt Valencia wurde ein Fußballspiel besucht. Danach ging sich ein kurzer Stadtspaziergang aus. Manche Besichtigung von weiterem Sehenswerten wurde auf einen allfälligen weiteren Besuch verschoben. Rund 790.000 Menschen leben in der drittgrößten Stadt Spaniens.

Nach einem katastrophalen Hochwasser des Flusses Turia 1957, bei dem der Fluss die angrenzende Stadt überflutete und schwere Schäden anrichtetet, wurde nicht in Hochwasserschutz investiert, sondern in einem großangelegten Plan Sur bis in die 1970er Jahre ein neues Flussbett gegraben und der Fluss schlicht und einfach großräumig umgeleitet. Aus dem alten Flussbett in der Innenstadt wurde aber nicht wie ursprünglich angedacht eine Stadtautobahn sondern in den 1990er Jahren eine große Parkanlage. Die alten Brücken wie hier die Puente de la Trinidad aus dem 15.Jh. stehen heute im Trockenen.


Alle Beschilderungen sind in Valencia zweisprachig Spanisch und Valencianisch. Die valencianische Sprache ist eine Variante des katalanischen Sprache, also kein spanischer Dialekt sondern Bestandteil einer anderen eigenständigen Sprache. Seit 1982 sind hier Spanisch und Valencianisch gleichberechtigte Amtssprachen.


Das imposante Stadttor der Torres de Serranos wurden von 1392 bis 1398 errichtet und war eines eines der zwölf Tore der Stadtmauer.


Die Rückseite der Torres de Serranos.


Straßenszene am Platz vor der Kathedrale.


Die gotische Kathedrale wurde nach der christlichen Wiedereroberung ab 1262 errichtet und im 15.Jh. fertiggestellt. Bis ins 18.Jh. wurde die Kirche aber noch mehrmals umgebaut. An dieser Stelle hatte zuvor die Moschee der maurischen Stadt Balansiya gestanden, davor bereits eine Kirche und davor ein römischer Tempel. Der Vorgängerbau wurde jeweils abgerissen und an seiner Stelle ein neues Gotteshaus der neuen Religion errichtet. Im Spanischen Bürgerkrieg von 1936 bis 1939 blieb Valenica bis zum 30. März 1939 republikanisch, fiel erst zwei Tage nach Madrid an die Armee Francos. Die Stadt wurde aber vom Meer aus von der italienischen Marine und aus der Luft von der Luftwaffe bombardiert, wobei mindestens 2.831 Menschen getötet wurden. Der Chor der Kathedrale wurden von den Bomben getroffen und zerstört.


Der im 14.Jh. errichtete achteckige Glockenturm El Miguelete der Kathedrale, valencianisch El Micalet.


Die in den Jahren 1703 bis 1741 erbaute Westfassade der Kathedrale gehört zu den wichtigsten Werken des spanischen Barock.


m 15.Jh. wurde Valencia zu einem wichtigen Mittelmeerhafen und Wirtschaftszentrum. Anfang des 15.Jh. lebten hier noch 40.000 Menschen, 1483 waren es schon 75.000. Große wirtschaftliche Bedeutung hatte die Seidenweberei. Die Lonja de la Seda („Seidenbörse“) zeugt davon. Der gotische Gebäudekomplex wurde zwischen 1482 und 1533 errichtet.


Die große Markthalle des Mercado Central aus dem Jahr 1914.


Das Stadttor der Torres de Quart, das zwischen 1441 und 1460 nach dem architektonischen Vorbild des Castell Nuovo in Neapel errichtet wurde.

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