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Mittwoch, 16. Februar 2022
Gedenkorte Olympia-Attentat 1972
München, 16.2.1972
Im Rahmen eines Fußballspielbesuchs konnten die Gedenkstätten im Olympiapark in München besichtigt werden. 1972 fanden hier die Olympischen Sommerspiele statt. Am 5. September 1972 überfielen Terroristen des palästinenischen Schwarzen September die Unterkunft der israelischen Delegation im Olympischen Dorf, ermordeten dabei sofort zwei israelische Sportler und nahmen neun weitere als Geiseln. Mit den Geiseln wollten sie ausgeflogen werden. Ein Befreiungsversuch der deutschen Polizei am Flughafen Fürstenfeldbruck scheiterte katastrophal. Die Terroristen erschossen ihre Geiseln und einen deutschen Polizisten. Fünf der acht Terroristen starben im Schusswechsel mit der Polizei.
Das ehemalige Olympische Dorf. Eine Tafel verzeichnet, wo im Komplex 1972 die Nationen wohnten.
Gedenktafel für die Ermordeten am Wohnort der Israelischen Olympiamannschaft 1972 am Haus Connollystraße 31
Der Erinnerungsort Olympia-Attentat wurde 2017 als multimediale Gedenkstätte für die zwölf Ermordeten eröffnet. Markant ist die Form als Einschnitt in das Gelände des Olympiaparks. Die elf Sportler und der Polizist werden mit ihren Biographien und persönlichen Gegenständen vorgestellt. Auf einer Wand laufen chronologisch eine Zeitleiste mit Bildern und Fernsehberichten vom Attentat. Unfassbar sind in den TV-Berichten einerseits die Menschenmenge an Schaulustigen, die sich im Olympischen Dorf versammelte, nachdem die Terroristen hier die ersten Menschen getötet und sich mit ihren Geiseln verschanzt hatten. Andererseits auch, wie in den Nachrichtensendungen von der Attentatsberichterstattung übergangslos zur Sport-Berichterstattung übergangen wurde, das die Olympische Spiele weiterliefen und die restlichen Sportlerinnen und Sportler weiter ringsum im Olympischen Dorf wohnten.
Das Denkmal namens Klagebalken ist eine Skulptur des deutschen Bildhauers Fritz Koenig zum Gedenken für die Opfer des Olympiaattentats 1972. Es wurde 1995 am Verbindungsweg vom Olympiastadion zum ehemaligen Olympischen Dorf an der Verankerung eines Trägerseil der Zeltdachkonstruktion errichtet. Auf dem Balken sind in hebräischen Buchstaben die Namen der elf ermordeten israelischen Sportler sowie in lateinsichen Buchstaben jener des getöteten deustchen Polizisten zu lesen.
Der Olympiapark umfasst verschiedene Sportstätten der Olympischen Spiele von 1972.
Sonntag, 23. Oktober 2011
München
22.10.2011
Nach Augsburg am Vortag ging es weiter in die bayrische Landeshauptstadt München, wo 1,4 Mio. Menschen leben.
Im Mai 2011 wurde dieses Denkmal für den 1919 ermordeten Kurt Eisner, nach Ende der Monarchie und Gründung der Republik 1918/19 erster Ministerpräsident des Freistaats Bayern. Er war linker Sozialdemokrat und Kriegsgegner (von der USPD, die sich deswegen von der SPD getrennt hatte) und deswegen Haßfigur der Rechten und Rechtsextremen. Vor den Landtagswahlen 1919, welche seine USPD marginalisierten, war er Ziel einer antisemitischen Kampagne. Am Weg zu seinem Rücktritt wurde er auf offener Straße erschossen, sein Mörder dem Geist der Zeit entsprechend mild beurteilt, begnadigt und als Held gefeiert.
Das neue jüdische Zentrum in der Innenstadt samt Synagoge, Gemeindezentrum und Museum wurde 2006 eröffnet. Die steinerne Fassadengestaltung, insbesondere wie hier an der Synagoge, soll an die Klagemauer in Jerusalem erinnern.
Inmitten moderne Gebäude steht der mittelalterliche Löwenturm, der im 12./13.Jh. einst als Beobachtungsturm noch vor der alten Stadtmauer stand.
Am Marienplatz, dem zentralen Platz der Stadt. Blick auf das Mitte des 19.Jh. neugotisch errichtete Neue Rathaus.
Am anderen Eck des Marienplatzes steht das bis dahin in Funkton stehende Alte Rathaus. Der im Zweiten Weltkrieg zerstörte Turm wurde 1974 wiederaufgebaut.
Im Alten Hof, von 1253 bis 1474 der Stadtpalast des bayrischen Herrschergeschlechts der Wittelsbacher. Hier die nach der Zerstörung im Weltkrieg 1945 rekonstruierte Süd- und Westseite, die gegenüberliegende Nord- und Ostseite der Anlage wurde schließlich 2003 in moderner Form neu errichtet.
Herbst am Fluß Isar.
Der Ende des Boulevards der Maximilianstraße, klassische Prachtstraße des 19. Jahrhunderts, thront das 1857 bis 1874 errichtete Maximilianeum. Zunächst eine Elitebildungs- und Erziehungsanstalt, ist hier seit 1949 der Sitz des bayrischen Landtags.
Der Max-Joseph-Platz. Ein bemerkenswertes Ensemble zwischen den schmalen Bürgerhäusern links, der ausladenden breiten Fassade der kurfürstlichen bzw. ab 1806 königlichen Residenz in der Mitte und des klassizistischen Opernbaus rechts, 1818 als Königliches Hof- und Nationaltheater eröffnet.
Im Inneren der Residenz. 1385 gaben die Wittelsbacher ihren bisherige Stadtsitz, den Alten Hof, nach einem Aufstand in der Stadt auf und zogen sich in eine stark befestigte Wasserburg im Nordosten der damaligen Stadt zurück. Hieraus wurde die im Lauf der Jahrhunderte bis zum Ende der Monarchie 1918 oftmals erweiterte und umgebaute Wohn- und Regierungssitz der bayrischen Herzöge, Kurfürsten und schließlich Könige.
Beeindruckend ist der 1569 bis 1571 erbaute große Renaissancessal namens Antiquarium, der als repräsentativer Fest- und Speisesaal diente.
Das Antiquarium ist mit übervoll mit 300 Marmorbüsten aus der Antikensammlung des Herzogs Albrecht V. ausgestattet. A. hatte recht, wenn sie meinte, daß man sich hier beim Essen wohl beobachtet fühlte.
Beim Rundgang durch die Residenz betritt an mehrere Zimmerfluchten aus verschiedenen Epochen, von denen eine reicher ausgestattet ist als die andere.
Wie der Großteil der Innenstadt wurde auch die Münchner Residenz durch Luftangriffe im Zweiten Weltkrieg (auf die NSDAP-Hauptstadt München) schwer getroffen und großteils zerstört. Viele Teile wurden seither wiederaufgebaut, manches wie hier die Allerheiligen-Hofkirche steht noch als zunächst nur äußerlich wiederhergestellter nackter Ziegelbau, der einer Rekonstruktion der Innenausstattung noch harrt.
Der Kaisersaal.
Für die Olympischen Spiele 1972 wurde im Norden der Stadt der weitläufige Olympiapark errichtet. Weithin sichtbar ist der 290 Meter hohe Olympiaturm.
Von oben hat man eine herrlich weite Aussicht über die Stadt. Der Park ist voller verschiedener Sportstätten. Das Olympiastadion wurde eingehend besichtigt.
Das Olympische Dorf, vom Olympiaturm aus betrachtet. Schauplatz der Tragöde des Terroranschlags auf die israelischen Sportler 1972. Heute ist das Dorf eine Wohnanlage
Das neue jüdische Zentrum in der Innenstadt samt Synagoge, Gemeindezentrum und Museum wurde 2006 eröffnet. Die steinerne Fassadengestaltung, insbesondere wie hier an der Synagoge, soll an die Klagemauer in Jerusalem erinnern.
Inmitten moderne Gebäude steht der mittelalterliche Löwenturm, der im 12./13.Jh. einst als Beobachtungsturm noch vor der alten Stadtmauer stand.
Am Marienplatz, dem zentralen Platz der Stadt. Blick auf das Mitte des 19.Jh. neugotisch errichtete Neue Rathaus.
Am anderen Eck des Marienplatzes steht das bis dahin in Funkton stehende Alte Rathaus. Der im Zweiten Weltkrieg zerstörte Turm wurde 1974 wiederaufgebaut.
Im Alten Hof, von 1253 bis 1474 der Stadtpalast des bayrischen Herrschergeschlechts der Wittelsbacher. Hier die nach der Zerstörung im Weltkrieg 1945 rekonstruierte Süd- und Westseite, die gegenüberliegende Nord- und Ostseite der Anlage wurde schließlich 2003 in moderner Form neu errichtet.
Herbst am Fluß Isar.
Der Ende des Boulevards der Maximilianstraße, klassische Prachtstraße des 19. Jahrhunderts, thront das 1857 bis 1874 errichtete Maximilianeum. Zunächst eine Elitebildungs- und Erziehungsanstalt, ist hier seit 1949 der Sitz des bayrischen Landtags.
Der Max-Joseph-Platz. Ein bemerkenswertes Ensemble zwischen den schmalen Bürgerhäusern links, der ausladenden breiten Fassade der kurfürstlichen bzw. ab 1806 königlichen Residenz in der Mitte und des klassizistischen Opernbaus rechts, 1818 als Königliches Hof- und Nationaltheater eröffnet.
Im Inneren der Residenz. 1385 gaben die Wittelsbacher ihren bisherige Stadtsitz, den Alten Hof, nach einem Aufstand in der Stadt auf und zogen sich in eine stark befestigte Wasserburg im Nordosten der damaligen Stadt zurück. Hieraus wurde die im Lauf der Jahrhunderte bis zum Ende der Monarchie 1918 oftmals erweiterte und umgebaute Wohn- und Regierungssitz der bayrischen Herzöge, Kurfürsten und schließlich Könige.
Beeindruckend ist der 1569 bis 1571 erbaute große Renaissancessal namens Antiquarium, der als repräsentativer Fest- und Speisesaal diente.
Das Antiquarium ist mit übervoll mit 300 Marmorbüsten aus der Antikensammlung des Herzogs Albrecht V. ausgestattet. A. hatte recht, wenn sie meinte, daß man sich hier beim Essen wohl beobachtet fühlte.
Beim Rundgang durch die Residenz betritt an mehrere Zimmerfluchten aus verschiedenen Epochen, von denen eine reicher ausgestattet ist als die andere.
Wie der Großteil der Innenstadt wurde auch die Münchner Residenz durch Luftangriffe im Zweiten Weltkrieg (auf die NSDAP-Hauptstadt München) schwer getroffen und großteils zerstört. Viele Teile wurden seither wiederaufgebaut, manches wie hier die Allerheiligen-Hofkirche steht noch als zunächst nur äußerlich wiederhergestellter nackter Ziegelbau, der einer Rekonstruktion der Innenausstattung noch harrt.
Der Kaisersaal.
Für die Olympischen Spiele 1972 wurde im Norden der Stadt der weitläufige Olympiapark errichtet. Weithin sichtbar ist der 290 Meter hohe Olympiaturm.
Von oben hat man eine herrlich weite Aussicht über die Stadt. Der Park ist voller verschiedener Sportstätten. Das Olympiastadion wurde eingehend besichtigt.
Das Olympische Dorf, vom Olympiaturm aus betrachtet. Schauplatz der Tragöde des Terroranschlags auf die israelischen Sportler 1972. Heute ist das Dorf eine Wohnanlage
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