Freitag, 15. April 2022

Tomášov

15.4.2022

In Tomášov bzw. ungarisch Fél in der Slowakei wurde ein Fußballspiel besucht. 2.700 Menschen leben hier.

Das Schloss ließ sich 1766 bis 1769 im Barockstil der Baron Ján Jesenák auf seinem Gutsbesitz von seinen damit miterworbenen Untertanen finanzieren und errichten sowie die umliegenden Wälder und Landschaft im Stil der Zeit in einen Landschaftspark umwandeln. Ab Mitte des 19.Jh. wechselten die adeligen Besitzer. Im Ersten Weltkrieg wurde hier ein Lazarett der für Kaiser und König verwundeten und für ihr Leben versehrten Soldaten untergebracht. In der Nachkriegszeit des Zweiten Weltkriegs wurde der Besitz der Familie Strasser und damit auch Gut und Schloss verstaatlicht und eine Justizanstalt eingerichtet. 1993 erhielten sie die Schlossanlage vom Staat restituiert, nutzten aber zunächst nur einen Teil für sich währen der Rest Gefängnis blieb. 2006 verkauften die Strasser an neue Besitzer, die das Schloss renovieren ließen und als Hotel führen.




Römisch-katholische Nikolauskirche aus dem 17.Jh.


Bis 1948 hieß der Ort slowakisch und ungarisch Fél, deutsch früher Feilendorf. Die Umbenennung erfolgte wie an anderen Orten, deren Ortsnahme auf einen ungarischen Ursprung zurückging. Der neue slowakische Name wurde einer nördlich des Hauptortes schon seit dem 15.Jh. bestehenden Siedlung entlehnt, die ungarisch Tamásháza hieß und woraus slowakisch Tomášov gemacht wurde.


1921 waren von den 1.431 Einwohnerinnen und Einwohnern 1.385 ungarisch (97%) und 19 tschechoslowakisch. 1921/22 wurden in slowakische und mährische Kolonistinnen und Kolonisten angesiedelt, um den tschechoslowakischen Anteil im Umland Bratislavas zu erhöhen. 1931 waren es von 1.604 Einwohnerinnen und Einwohnern dann schon 1.283 ungarisch (80%) und 210 tschechoslowakisch (13%). 2011 waren von 2.329 Einwohnerinnen und Einwohnern 1.206 slowakisch (52%) und 1.049 ungarisch (45%).

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