Freitag, 16. Januar 2026
Castelló de la Plana
16.1.2026
In der spanischen Stadt Castelló de la Plana (valencianisch) bzw. Castellón de la Plana (spanisch) habe ich ein Fußballspiel besucht. 184.000 Menschen leben hier.
Während die eigentliche Stadt vier Kilometer landeinwärts liegt, gibt es mit der Ortschaft Grau de Castelló (valencianisch) bzw. Grao de Castellón (spanisch) einen Stadtteil direkt am Meer, an der Costa Azahar.
Der Leuchtturm am Hafen wurde 1917 in Betrieb genommen, lief ab 1922 mit elektrischem Strom und wurde 1971 abgeschaltet. Im Jahr 2000 hat man ihn an seinem ursprünglichen Standort abgebaut und als Attraktion an der Hafenpromenade wiederaufgebaut.
Die valencianische Sprache (valencià) ist eine seit 1982 zur Amtssprache der Region Valencia erklärte Varietät der katalanischen Sprache. 1932 wurde in Castelló auf einer Konferenz valencianischer Schriftsteller und Wissenschaftler beschlossen, die katalanische Rechtschreibung für das Valencianische zu verwenden. Die Normes de Castelló („Regeln von Castelló“).Nach Ende der Diktatur und Einführung regionaler Selbstbestimmung im neuen demokratischen Spanien wurde 1982 erstmals der valencianische Name Castelló de la Plana neben dem spanischen Name Castellón de la Plana offiziell eingeführt. Bis 2019 galten beide Sprachvarianten. Seither ist nur mehr der Stadtname in valencianischer Sprache offiziell gültig. Da nicht alle Leute katalanisch-valencianische nationale Autonomiebestrebungen unterstützen und eher der spanischen Nation zuneigen, gibt es aber auch Castellón.
Die Cocatedral de Santa Maria (valencianisch) bzw. Concatedral de Santa María (spanisch). Der erste Kirchenbau wurde hier im 13.Jh. errichtet, aber im 15.Jh. durch einen Brand zerstört. Man errichtete eine 1549 fertiggestellte neue Kathedrale. Zu Beginn des Spanischen Bürgerkriegs wurde diese im Juli 1936 in Brand gesteckt und einige Monate später auf Stadtratsbeschluss mit dem Abriss begonnen. Die katholische Kirche war ein wesentlicher Unterstützer des Militärputschs und Kriegs gegen die demokratische Republik. Zwei Seitentore und die Hauptfassade stammen noch von der gotischen Kirche des 16.Jh., der heutige Kirchenbau selbst vom 1939 begonnenen Wiederaufbau in neugotischem Stil. Der Bau zog sich über Jahrzehnte und wurde erst 1999 fertiggestellt.
Der Glockenturm El Fadrì steht abseits des Kirchenbaus und wurde 1604 fertiggestellt.
Markthalle am Platz gegenüber der Kathedrale
Straßenszenen. Die Stadt wurde 1252 nach der aragonesischen Eroberung der Gegend von den hier ein halbes Jahrtausend herrschenden arabischen Mauren gegründet.
Die Stierkampfarena (valencianisch Plaça de bous, spanisch Plaza de toros) wurde 1885 bis 1887 gebaut. Während im benachbarten Katalonien das blutige Spektakel des Folterns und qualvollen Tötens der Stiere zum Gaudium des Publikums seit 2010 abgeschafft ist, gibt es dies hier in der Region Valencia wie eh und je. Nach der Eroberung der Stadt durch die Franco-Truppen im Spanischen Bürgerkrieg richteten diese im Juni 1938 sperrten diese darin drei Monate lang bis zu 1.618 (Juli 1938) Unterstützerinnen und Unterstützer der demokratischen Republik ein, bevor sie diese anderswo weiter einsperrten, umbrachten oder anderweitig für demokratische Haltung bestraften.
Donnerstag, 15. Januar 2026
Albalat de la Ribera
15.1.2026
In der Gemeinde Albalat de la Ribera in der spanischen Comunitat Valenciana habe ich ein Fußballspiel besucht. 3.500 Menschen leben hier.
Kirche aus dem 17.Jh.
Straßenszenen
Markthalle aus dem Jahr 1948
Alter Schlachthof aus dem Jahr 1901. Heute ist darin die Biblioteca municipal Joan Fuster.
Mittwoch, 14. Januar 2026
Alzira
14.1.2026
In der spanischen Stadt Alzira (valencianisch) bzw. Alcira (spanisch) in der Provinz Valencia habe ich ein Fußballspiel besucht. 48.000 Menschen leben hier.
Reste der Stadtmauern aus der maurischen Zeit. Alzira wurde als جزيرة شقر (Ǧazīrat Šuqar, ‚Júcar-Insel‘)als arabische Stadt gegründet, im Mittelalter war sie eine blühende maurische Handelsstadt bis sie 1242 von Soldaten des Königs Jakob I. von Aragón besetzt und in den christlichen Bereich eingegliedert wurde.
Statue des in Alzia geborenen und 1223 verstorbenen arabischen Philosophen Ibn Ṭumlūs (ابن طملوس). Erhalten sind von ihm ein Buch über Logik und eine Gedichtband.
Die Església de Santa Caterina (valencianisch) bzw. Iglesia de Santa Catalina (spanisch) wurde im 17.Jh. errichtet, anstelle der nach der christlichen Eroberung zu einer gotischen Kirche umgebauten ehemaligen Moschee aus maurischer Zeit
Denkmal zur Erinnerung an die Spanische Verfassung von 1837
Denkmal für den 1276 verstorbenen, aufgrund seiner vielen Kriege Eroberer genannten Königs Jakob I. von Aragon (aragonesisch Chaime o Conqueridor, katalanisch Jaume el Conqueridor, spanisch Jaime el Conquistador).
Denkmal für Hund und Katz
Straßenszenen
Nur mehr die Brückenheiligenfiguren erinnern an die hier einst stehende Brücke über den Flusslauf in der Stadt, der in den Jahren 1966 und 1967 zugeschüttet worden war. In den Jahren 1472, 1590, 1864, 1916, 1982, 1987, 2006 und 2024 wurde die Stadt Opfer von Überflutungen.
1517 gilt aus Begründungsjahr der Orangenzucht in Alzira
Montag, 12. Januar 2026
Cabo de Palos
12.1.2026
Im spanischen Cabo de Palos habe ich auf das Meer geschaut, bevor ich ein Stück entfernt ein Fußballspiel besucht haben.
Markant steht in Cabo de Palos an der an der Costa Calida im Südosten Spaniens ein 1865 errichteter Leuchtturm. Vom Kap sieht man auf die Landzunge La Manga, dicht bebaut ein Tourismus-Hotspot, welche die Lagune Mar Menor einfasst.
Die Küste ist hier tückisch. 1906 rammte das italienische Passagierschiff Sirio, von Genua auf dem Weg um Auswandererinnen und Auswanderer nach Buenos Aires zu bringen, einen Felsen, da es zu nah an die Küste herangefahren war. 822 Menschen waren an Bord, 422 starben beim Untergang. Mit Messern und Revolverschüssen war um Plätze in den Rettungsbooten gekämpft worden. Die Masse an Frauen und Kindern ging mit dem Schiff unter.
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