Samstag, 22. April 2017

Graz

22.4.2017

Im Grazer Bezirk Straßgang wurde ein Fußballspiel besucht und zu diesem Anlass das in diesem Stadtteil gelegene Schloss sowie anschließend dies und das in der schon mehrmals besuchten Stadt besichtigt.

Das Schloss St. Martin steht auf einem südöstlichen Ausläufer des Buchkogels im Grazer Stadtteil Straßgang. Es wurde im 11.Jh. errichtet und 1557 zu einem Renaissanceschloss umgebaut. Von zumindest 1144 bis 1936 gehörte die Schlossanlage dem Stift Admont. Seither ist sie im Besitz des Landes Steiermark, das hier ein Volksbildungsheim sowie eine Schule unterhält.


Die aus dem 17.Jh. stammende Schlosskirche steht außerhalb des Schlosses.


In der Grazer Innenstadt am Karmeliterplatz mit Blick auf Uhrturm und Schloßberg.


Das barocke Palais Galler wurde 1680 bis 1690 am Karmeliterplatz errichtet. Ab 1920 hatte hier der katholische Missionsverein Weißes Kreuz seinen Sitz. Nach der Nazi-Machtübernahme 1938 enteigneten sie das Schloss und richteten hier bis 1945 die Gauleitung der NSDAP ein. Nach der Befreiung 1945 erhielt die katholische Kirche das Palais zurück und verkaufte es 1977 an die steirische ÖVP, die hier seither residiert.


Gedenktafel am Palais für den katholischen Priester Max Josef Metzger, der hier bis 1927 die Missionsgesellschaft vom Weißen Kreuz leitete bis er die Diözese wegen innerkirchlichen Widerstands verließ. Als Gegner der Nazis wurde er von ihnen 1943 verhaftet und 1944 hingerichtet.


Blick vom Schloßberg auf Graz


Beim Uhrturm, wieder einmal.


Das Freiheitskämpferdenkmal wurde als Gedenktafel 1949 an einer Mauer in der Paulustorgasse auf Höhe der damaligen Polizeidirektion angebracht. Es erinnert an die von den Nazis umgebrachten Widerstandskämpferinnen und -kämpfer gegen ihre Verbrechensherrschaft.


Das Paulustor ist das einzige erhaltene Stadttor der Grazer Stadtmauern der Spätrenaissance Anfang des 17.Jh.


Das Mahnmal für die Toten der Weltkriege des Künstlers Alexander Silveri wurde 1961 am Karmeliterplatz aufgestellt. 2003 wurde es dort aufgrund des Baus einer Tiefgarage entfernt und am einstigen Erschießungsplatz an der Schloßbergmauer neben dem Paulustor neu aufgestellt.