Freitag, 19. Mai 2017

Berlin

19.5.2017

In der deutschen Hauptstadt Berlin wurde ein Fußballspiel besucht und davor wieder einmal ein Stadtspaziergang unternommen.

Straßenszenen


dem Verlauf der Berliner Mauer folgend


Am Checkpoint Charlie, einst von den Allierten kontrollierter Grenzübergang zwischen dem amerikanischen Teil Westberlins und dem sowjetischen Ostberlin. Beim Mauerbau 1961 standen sich hier auf der offenen Straße amerikanische und sowjetische Panzer schussbereit gegenüber. Heute ist das hier alles eine geschichtslose Touristenattraktion.


Überrest der Berliner Mauer. Die Mauer allein reicht halt aber auch eben nicht, um sich die Todeszone des Grenzbereichs zu vergegenwärtigen. Mit Minenfeldern und Soldaten, die auf die Menschen schossen und sie töteten, wenn sie aus der DDR-Diktatur flüchten wollten.


Nach über einem Jahrzehnt wurde wieder die Topographie des Terrors besucht, die 1987 eröffnete Ausstellung am Ort des im Zweiten Weltkrieg zerbombten ehemaligen Hauptquartier der zentralen Mord- und Terrororganisaton der Nazis, ab 1934 des Sicherheitsdienstes (SD) der SS und ab 1939 des Reichssicherheitshauptamtes. Die Ausstellung im freiliegenden Kellerbereich zeigt, wie sich die Gewaltherrschaft der Nazis entwickelte und was sie in unterschiedlichen Facetten für Berlin bedeutete. Die Berliner Mauer teilte danach hier die Stadt.


2010 wurde die Freiluftausstellung der Topographie des Terrors durch ein neues Dokumentationszentrum ergänzt. Es zeigt die Rolle von SS und Polizei als Unterdrückungsorganisationen des Naziterrors und ihre Massenmorde an unterschiedlichen Opfergruppen des NS-Regimes sowie die Massenerschießungen von Geiseln und gefangenen Zivilpersonen in besetzten Ländern durch SS und deutsche Polizeieinheiten. Die Nazis definierten nicht Menschen sondern das Volk als zentrale Kategorie und als Volk nur einen Teil der in Deutschland Lebenden. Alle anderen gehörten nicht dazu, waren an allem schuld, wurden diskriminiert, ausgegrenzt und sollten schließlich umgebracht werden.


Stolpersteine erinnern im Straßenpflaster Berlins an die Wohnorte von Nazi-Opfern


1951 in der DDR errichteter Sockel eines nicht errichteten Denkmals für Karl Liebknecht, der hier am Potsdamer Platz gemeinsam mit Rosa Luxemburg 1916 gegen das Morden des Ersten Weltkriegs als sozialistischer Politiker einsetzte. Er wurde sofort verhaftet und ins Gefängnis geworfen. Während der Teilung der Stadt ab 1961 befand sich der Sockel unmittelbar am Todesstreifen der DDR-Grenze und war nicht zugänglich. 1995 wurde der Sockel abgebaut, aber 2003 wiederaufgestellt.


Denkmal für die von den Nazis systematisch verfolgten und ermordeten Homosexuellen. Es gab 50.000 Verurteilungen und tausende kamen in KZ, das viele nicht überlebten. 2008 wurde die Betonstele aufgestellt, in der auf einem Bildschirm eine gleichgeschlechtliche Kuss-Szene läuft.


Freilebende Hasen im Park mitten in Berlin.


Irgendwann steht man dann immer vor dem Brandenburger Tor.


Bahnhof Friedrichstraße


Straßenszene