Posts mit dem Label Leoben werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Leoben werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Freitag, 15. September 2023

Stift Göss

15.9.2023

In der steirischen Stadt Leoben habe ich ein Fußballspiel besucht. Nach der Innenstadt-Besichtigung voriges Jahr stand diesmal ein Besuch des ehemaligen Stifts Göss an.

Im Jahr 1020, also vor über tausend Jahren, ließ Adula, Frau des hier herrschenden Grafen Aribo, das Stift gründen. Die Anlage wurde im Lauf der Zeit zu einer Festung ausgebaut, um die Schätze und Herrschaft in Kriegen gegen Angriffe behaupten zu können. 1480 gab es etwa eine große Belagerung durch ein osmanisches Heer. Im Zuge seiner Kirchenreformen ließ Kaiser Joseph II. das Stift im Jahr 1782 auflösen. Hier war später ein Adelssitz und 1783 bis 1800 die Residenz des damaligen kurzzeitigen Bischofs von Leoben. Eine Brauerei wird hier im Jahr 1459 erstmals schriftlich erwähnt. 1911 kaufte die Gösser Brauerei das ehemalige Stift.

Freitag, 1. Juli 2022

Leoben

1.7.2022

In der steirischen Stadt Leoben wurde ein Fußballspiel besucht. 24.400 Menschen leben hier in sechs Stadtteilen, wobei es u.a. im eigentlichen Leoben selbst 8.400, im vom Gösser-Bier bekannten Göß 3.800 und im durch Eisen und Stahl bekannten Donawitz 3.300 sind.

Die Altstadt liegt in einer Schleife des Flusses Mur.


Der Schwammerlturm wurde 1280 als Mautturm und Stadttor in der Stadtmauer gebaut. Nach einer Beschädigung beim Erdbeben von 1794 wurde das heutige Dach errichtet, aufgrund dessen sich der Schwammerl-Name einbürgerte.


Das Stadttheater Leoben wurde 1790 gegründet und ist das älteste durchgehend bespielte Theater in Österreich.


Hauptplatz


Das bis 1973 als Rathaus genutzte Alte Rathaus wurde 1485 erbaut, später erweitert und erhielt 1568 den charakteristischen Eckturm.


Der Bergmannsbrunnen aus dem Jahr 1799 erinnert an die Bergbaugeschichte. Die zweite Hälfte des 20.Jh. wurde von wirtschaftlichen Erschütterungen geprägt. In den 1960er Jahren wurde der Kohlebergbau in Seegraben geschlossen und in den 1980er Jahren führte die Stahlkrise zur Reduktion der Eisen- und Stahlproduktion in Donawitz. Viele Menschen verloren ihren Arbeitsplatz.


Der sozialdemokratische Parteisekretär und gewählte Nationalratsabgeordnete Koloman Wallisch führte im Februar 1934 den bewaffneten Widerstand gegen die Zerschlagung der demokratischen Republik durch den Austrofaschismus an. Nach seiner Verhaftung wurde extra für ihn von christlichen Dollfuß-Regime das Standrecht verlängert, damit man ihn scheinlegal hinrichten konnte. In Leoben wurde er am Galgen im Hof des Landesgerichts von der Justiz umgebracht.


Die katholische Stadtpfarrkirche Franz Xaver wurde 1660 bis 1665 als Jesuitenkirche errichtet. Die Jesuiten waren führend an der mit staatlicher Gewalt durchgesetzten katholischen Gegenreformation beteiligt. 1572 war die Stadt evangelisch geworden, musste 1613 unter dem staatlichen Druck der Gegenreformation wieder katholisch werden. Nach der Auflösung des Jesuitenordens durch den Papst 1773 stand die Kirche leer bis sie 1811 zur Stadtpfarrkirche wurden. 1782 bis 1859 war Leoben Bischofssitz eines katholisches Bistum Leoben, das dann in die Diözese Graz-Seckau eingegliedert wurde.


Das seit dem Mittelalter verwendete Leobener Stadtwappen ist bemerkenswert. Es zeigt einen Vogel Strauß mit Hufeisen im Schnabel und in einer Klaue. Erstmals scheint es auf einem Urkundensiegel „Civitas de Liuben“ vom 18. September 1298 auf. Der Vogel Strauß galt im Mittelalter als sagenhaftes Tier, das Eisen frisst. Da die Stadt Leoben schon in dieser Zeit für Eisen bekannt war, nahm man ihn zum Wappentier.


Montanuniversität, wo seit 1849 Bergbau erforscht und gelehrt wird


Das Widerstandsdenkmal aus den 1970er Jahren erinnert am Bahnhofsplatz an 19 Eisenbahner aus dem Bezirk Leoben, die wegen mutigem Widerstand gegen die Verbrechensherrschaft der Nazis von der Justiz hingerichtet oder in KZs ermordet wurden. Die aus Stahl gefertigte Skulptur stellt die Todesstiege im Steinbruch des KZ Mauthausen dar.


Leoben