Sonntag, 7. Juli 2019

Hofkirchen an der Trattnach

7.7.2019

Im oberösterreichischen Hofkirchen an der Trattnach wurde ein Fußballspiel besucht. 1.700 Menschen leben in der aus 16 Ortschaften bestehenden Gemeinde, im eigentlichen Ort Hofkirchen selbst sind es 750.

Die große Pfarrkiche wurde von 1712 bis 1716 in barockem Stil neu gebaut nachdem die mittelalterliche gotische Kirche ein Jahrhundert zuvor im Jahr 1620 im Zuge der Verwüstung des Dorfs im Dreißigjährigen Krieg von bayrischen Soldaten zerstört worden war. Sie ist beachtlich groß und reichhaltig geschmückt.


Für einen tragfähigen Untergrund für die Kirche begann der Bau im März 1712 mit dem Schlagen von Piloten in die Erde, zahlreiche Holzpfähle wurden in den Boden gerammt. Zum 301. Jubiläum des Beginns des Kirchenbaus wurden 2013 im Friedhof vor der Kirche solche Holzstücke zur Anschauung aufgestellt und als Symbol für Zusammenarbeit und Zusammenhalt verstanden: „Sie sind ein Symbol für unsere Gemeinde. Einer alleine kann die Kirche nicht tragen. Nur wenn viele zusammenhalten und mithelfen, ist das möglich.“


Straßenszenen

Freitag, 21. Juni 2019

Schloss Trautenfels

21.6.2019

Das Schloss Trautenfels wurde als wehrhafte Talsperre zur Beherrschung des Kreuzungspunkts der Salzhandelsstraße durch das Ennstal errichtet und 1260/62 als Besitz des Erzstiftes Salzburg erstmals schriftlich erwähnt. 1289 ließ der Abt Heinrich von Admont die Burg von seinen Soldaten handstreichartig einnehmen und unter Mithilfe der von ihm abhängigen Bauern des Ennstales weitgehend abreißen. Unter landesfürstlicher Herrschaft wurde sie aber wiederaufgebaut. Bis ins 16.Jh. wurde das Schloss Neuhaus genannt. 1628 erließ Kaiser Ferdinand II., der auch Landesfürst der Steiermark war, ein Dekret, das allen protestantischen Adeligen den Aufenthalt und den Besitz von Gütern in den Erblanden des Landesfürsten verbot. Sie wurden zum Übertritt zum Katholizismus oder zum Verlassen des Landes aufgefordert. Der Schlossherr Hanns Adam Freiherr von Praunfalk zu Neuhaus emigrierte daraufhin, wie viele andere steirische Grundherren auch, nach Nürnberg. 1664 erwarb der steirische Landeshauptmann Graf Siegmund Friedrich von Trauttmansdorff (1623–1675) das Schloss und ließ es in den nächsten Jahren im Barockstil völlig umbauen. 1670 bis 1672 erhielt das Schloss seine heutige imposante Form als militärisch befestigter Renaissancepalast und wurde Trautenfels genannt. Das Schloss ist heute ein Landschaftsmuseum (als Teil des Steiermärkischen Universalmuseum Joanneum).

Sonntag, 16. Juni 2019

Limerick

16.6.2019

Im westirischen Limerick (irisch Luimneach) wurde ein Fußballspiel besucht. 94.000 Menschen leben hier.

Straßenszene. Seit dem Jahr 812 hatten Wikinger hier eine Siedlung errichtet nachdem sie vom Meer her den Fluss hinaufgesegelt und hier ein Kloster gewinnbringend ausgeraubt hatten. Nach einem irischen Gegenangriff wurden die meisten von ihnen getötet und sie wieder vertrieben. Nach der anglo-normannischen Eroberung wurde die Stadt unter englischer Herrschaft im 12.Jh neu errichtet.


Statue für den in Limerick geborenen Schauspieler Richard Harris, hier in seiner Filmrolle als König Arthur 1967


Nachdem die Stadt während der Guerillakämpfe des irischen Unabhängigkeitskriegs (1919-1921) von den britischen Behörden zur Special Military Area erklärt wurde, begannen die Arbeiterinnen und Arbeiter einen Generalstreik dagegen, da sie jetzt nur mehr schwer zu ihren Arbeitsplätzen kamen und dies für sie eine bedeutende Einschränkung durch Erschwernis des Lebensunterhalts war. Fabriken wurden besetzt und ein Streikkomitee gegründet, das von 15. April bis 27. April 1919 als Limerick Soviet (irisch Sóibhéid Luimnigh) amtierte und in die Geschichte einging. Es wurden eigenes Geld und Zeitungen gedruckt. Der Streik wurde unter dem Druck der britischen Armee beendet.


In den letzten Jahrzehnten war die Hafenstadt Limerick eine Drehscheibe des Drogenschmuggels in Europa. Im Krieg zweier rivalisierender Banden wurde 2008 dabei der Rugbyspieler Shane Geoghagan getötet, als er unbeteiligt zwischen die Fronten der Kämpfe kam.


Der größte Fluss Irlands, der Shannon. Er mündet hinter Limerick in den Atlantik.


Das King John’s Castle (irisch Caisleán Luimnigh) wurde im 13.Jh. unter der Herrschaft des englischen Königs John (englisch John Lackland, eigentlich französisch Jean Plantagenêt) zur militärischen Absicherung seiner Herrschaft errichtet.


In den Bürgerkriegen des 17.Jh. wurde heftig gekämpft und die Stadt dreimal belagert. 1641 und 1650/51 während des elfjährigen irischen Aufstands gegen englische Besiedlung Irlands, nachdem in Ulster 4.000 protestantische englische Siedler umgebracht worden waren, sowie 1690/91 im in Irland ausgetragenen Krieg zwischen den Soldaten Wilhelms von Oranien und Jakobs II. um die Herrschaft ihrer Herrscher über die ganzen britischen Inseln.


Aussicht von der Burg über den Fluss und auf das Rugbystadion


Aussicht von der Burg über die Stadt


Die im 12.Jh. errichtete St Mary's Cathedral der anglikanischen Church of Ireland.


Straßenszenen


Die 1856 bis 1861 erbaute katholische Kathedrale.

Samstag, 15. Juni 2019

Dublin

15.6.2019

In der irischen Hauptstadt Dublin (irisch Baile Átha Cliath) wurden an Freitagabend und Samstagnachmittag Fußballspiele besucht. Eine halbe Million Menschen lebt hier.

Die deutsche Übersetzung des irischen Stadtnamens Baile Átha Cliath lautet „Stadt an der Hürdenfurt“. Der englische Name stammt vom irischen Wort Duibhlinn, „Schwarzer Teich“. Die erste schriftliche Erwähnung Dublins findet sich in den Schriften des in Alexandria lebenden griechischen Gelehrten Claudius Ptolemäus aus dem Jahr 140 unter dem Namen Eblana. Ursprünglich bestand die Stadt aus einer keltischen Siedlung mit dem Namen „Áth Cliath“, was so viel wie „Hürden-Furt“ bedeutet. 842 gründeten Wikinger daneben ein eigenes Dorf, das sie „Duibhlinn“ nannten, nach einem von ihnen als Hafenbecken genutzten Gewässer an der Mündung des River Poddle in die Liffey. Nach der englischen Eroberung 1170 wurde Dublin ab 1172 zum Verwaltungszentrum.


Das Kunstwerk The Spire (englisch „die Spitze“) wurde 2003 errichtet. Die 121 Meter hohe Edelstahlnadel heißt offiziell englisch Monument of Light („Denkmal des Lichts“) und irisch An Túr Solais („Turm des Lichts“). Sie steht an der Stelle eines 1966 von abtrünnigen IRA-Mitgliedern gesprengten Denkmals für den britischen Admiral und Kriegsführer der napoleonischen Kriege Nelson.


Statue für James Joyce, berühmtester irischer Schriftsteller (Dubliner, Ulysses, Finnegans Wake) aus dem Jahr 1992. Joyce lebte in Dublin, Triest, Paris und Zürich.


General Post Office, Schauplatz des Ostaufstands von 1916 und damals schwer zerstört. Im Osteraufstand (irisch Éirí Amach na Cásca, englisch Easter Rising) von 1916 eroberten bewaffnete Aufständische (ca. 1.000 Irish Volunteers und um die 200 Mitglieder der ICA) verschiedener Gruppen öffentliche Gebäude in Dublin, gründeten die gemeinsame Irish Republican Army (IRA) und erklärten die Unabhängigkeit Irlands von Großbritannien. Mitten im Ersten Weltkrieg hatte das Deutsche Kaiserreich den Aufständischen Waffenlieferungen und den Transport von irischstämmigen britischen Kriegsgefangenen, die im Aufstand kämpfen wollten, zugesagt. Dazu bombardierte die deutsche Kriegsmarine aus der Luft und vom Meer aus von Lowestoft und Great Yarmouth an der englischen Ostküste, um die britische Armee von der Niederschlagung des Aufstands abzulenken. 4.500 britische Soldaten und 1.000 Polizisten schritten vorerst nur langsam zur Bekämpfung der Aufständischen, da sie nicht wussten, mit wie vielen Leuten sie es zu tun hatten. Schließlich wurde Artillerie eingesetzt. Vielerorts in Dublin brannte es und die Dubliner Bevölkerung hungerte aufgrund des fehlenden Nahrungsnachschubs. Der fünftägige Aufstand wurde zu einem richtigen Krieg in der Stadt. In der King's Street fand ein letztes großes Gefecht statt. 5000 britische Soldaten kämpften sich mit gepanzerten Fahrzeugen und Artillerie 28 Stunden lang 150 Meter gegen 200 irische Aufständische vor. Rund 500 britische Soldaten und wahrscheinlich 1.000 Aufständische sowie Zivilistinnen und Zivilisten wurden in diesen Tagen in den Straßen und Häusern Dublins getötet. Tausende verletzt. 15 Verhaftete wurden nach dem Ende der Kämpfe von einem Kriegsgericht als angebliche oder tatsächliche Anführer zum Tod verurteilt und erschossen.


Denkmal des sozialistischen Gewerkschafters James Larkin (1874 bis 1947), irisch Séamas Ó Lorcáin. Er gründete die Irish Transport and General Workers’ Union, die Irish Labour Party und die Workers' Union of Ireland. Am bekanntesten wurde seine Rolle im großen Dubliner Generalstreik von 1913 (Dublin Lockout). Sieben Monate lang streikten zehntausende Arbeiterinnen und Arbeiter in einem großen Arbeitskampf und wurden von den Fabriksherren ausgesperrt. Bei Demonstrationen gegen Streikbrecher tötete die Polizei im Juli 1913 in der O’Connell Street zwei Arbeiter und verletzte mehrere hundert. Der Streik endete mit einer Niederlage. Die meisten Arbeiterinnen und Arbeiter, nach dem monatelangen Kampf ohne Einkommen am Rande des Hungertods, mussten schließlich die Arbeit wiederaufnehmen und Verträge unterschreiben, in denen sie sich dazu bereit erklären mussten, keiner Gewerkschaft beizutreten. Larkin gehörte ebenfalls, neben James Connolly, zu den Gründungsmitgliedern der bewaffneten republikanisch-sozialistischen Irish Citizen Army, die eine wichtige Rolle im Osteraufstand von 1916 spielte. In den 1920er Jahren wurde er Kommunist, in den 1940er Jahren kehrte er in die Labour Party zurück.


Straßenszene


Der Fluss Liffey teilt Dublin in den eher proletarischen Nordteil (Northside) und den eher reichen Süden (Southside), wobei diese Unterteilung heute weniger scharf ist als in früheren Jahrzehnten.


Straßenszene


Das Dublin Castle (irisch Caisleán Bhaile Átha Cliath) wurde ab 1204 nach der Eroberung Dublins und seiner aus dem 10.Jh. stammenden Festung errichtet, um die Herrschaft des englischen Königs zu sichern. Die heutigen Gebäude stammen großteils aus dem 18. und 19.Jh. Der britische Vizekönig, der Irland regierte, wohnte bis 1782 in diesem Schloss. Bis zur Gründung des Irischen Freistaats 1922 befand sich im Schloss der Sitz der britischen Verwaltung von Irland.


Obwohl militärisch fehlgeschlagen, gilt der Osteraufstand 1916 als Wendepunkt in der Geschichte Irlands. Die harten britische Repressionsmaßnahmen nach der Niederschlagung forcierten die antibritische Stimmung. Bei den britischen Parlamentswahlen im Dezember 1918 erlangte die von Sinn Féin getragene Unabhängigkeitsbewegung 73 der 106 irischen Sitze im britischen Unterhaus. Im Januar 1919 traten in Dublin irische Abgeordnete zu einem Nationalparlament (Dáil Éireann) zusammen, erklärten die Unabhängigkeit und richteten eine Regierung unter Éamon de Valera ein. Dies wurde von Großbritannien nicht anerkannt und löste den Irischen Unabhängigkeitskrieg ( Irisch: Cogadh na Saoirse, „Freiheitskrieg“) von 1919 bis 1921 aus. Irische Kämpfer begannen britische Stützpunkte und Gebäude zu überfallen, um an Waffen und Geld zu kommen, sowie britische Verwaltungsbeamte zu ermorden. Das Hauptziel der IRA während des Konflikts war die überwiegend katholische Polizeitruppe der Royal Irish Constabulary (RIC). 165 Polizisten der Royal Irish Constabulary wurden getötet, 251 verwundet. Die britische Regierung reagierte neben dem Einsatz der britischen Armee mit der Schaffung der Hilfstruppen der Black and Tans (7000 Mann ehemalige meist englische und schottische Soldaten, die bereits im Ersten Weltkrieg gekämpft hatten) sowie der Auxiliaries (wörtlich übersetzt: „Hilfstruppe“), die aus bis zu 1900 ehemaligen britischen Armee-Offizieren bestand. Sie beantworteten die irische Überfälle und Terrorattentate ihrerseits mit Terror, Morden und Gewalttaten unter der irischen Bevölkerung. Der Krieg endete nach 1.200 Toten und abertausenden Verletzten und Verhafteten am 11. Juli 1921 mit einem Waffenstillstand.


Nach Friedensgesprächen wurde der Anglo-irischen Vertrag abgeschlossen, durch den Nordirland vom Rest des Landes formell abgetrennt wurde und der Süden einen großteils unabhängigen Irischen Freistaat bildete. Das Abkommen hatte wegen der weiterhin bestehenden britischen Hoheitsrechte (Staatsoberhaupt blieb der englische König) und der Trennung von Nordirland viele Gegner, sodass der Irische Bürgerkrieg begann, der 1922/23 im ganzen Land tiefe Gräben aufriss. Um Dublin wurde im April 1922 gekämpft. Dabei wurde das Irische Nationalarchiv von einer heftigen Explosion erschüttert und Zeugnisse von tausend Jahren irischer Geschichte gingen in Flammen auf. Die IRA kämpfte weiter mit Guerilla-Taktik und ermordete Befürworter des Friedensvertrags wie z.B. irische Parlamentsabgeordnete, die dafür gestimmt hatten. Der Irische Freistaat reagierte mit der Hinrichtung von insgesamt 77 verhafteten Vertragsgegnern. Insgesamt wurden im gegenseitigen Morden wahrscheinlich mehr als 4.000 Menschen getötet. 12.000 Republikaner wurden am Ende des Krieges festgenommen – die meisten blieben bis 1924 in Haft. Die zwei größten politischen Parteien in der Republik sind noch immer Fianna Fáil und Fine Gael, die Nachkommen der beiden Kräfte aus dem Jahr 1922. Bis in die 1970er Jahre hinein waren fast alle führenden irischen Politiker Veteranen des Bürgerkriegs. 1937 wurde per Volksabstimmung eine neue Verfassung des Irischen Freistaates beschlossen, der Name des Staates auf „Irland“ (Éire) geändert und sämtliche, bis auf die außenpolitischen, Aufgaben des britischen Königs in Irland auf den neu geschaffenen Präsidenten von Irland übertragen. Aus Vorsicht gegenüber Großbritannien nannte man sich aber noch nicht Republik, auch wenn Irland sich damit praktisch nicht mehr der britischen Krone unterstellte. Der unklare Status endete erst 1949, als auch die außenpolitischen Aufgaben dem englischen König entzogen wurden und die Staatsform definitiv als Republik festgelegt wurde. Irland trat formell aus dem britischen Commonwealth aus.


Denkmal der Molly Malone, Hauptfigur eines auch unter dem Titel Cockles and Mussels („Herzmuscheln und Miesmuscheln“) bekannten irisches Volkslieds aus dem Jahr 1883. Die inoffizielle Hymne der Stadt Dublin erzählt die Geschichte einer schönen Dubliner Fischhändlerin, die in jungen Jahren an nicht näher bestimmtem Fieber stirbt. In der Überlieferung wird sie meist tagsüber als Straßenhändlerin und nachts als Teilzeitprostituierte arbeitend beschrieben. Im Gegensatz dazu wurde sie in anderen Erzählungen aber auch als eine der wenigen bitterarmen Straßenhändlerinnen ihrer Zeit dargestellt, die ohne Prostitution überleben und ihre Familie erhalten konnten. Es gibt keinerlei Hinweis dafür, dass das Lied auf einer echten Frau aus dem 17. Jahrhundert oder einer anderen Zeit basiert.


Das Trinity College (irisch Coláiste na Tríonóide, Baile Átha Cliath) wurde 1592 unter der englischen Königin Elisabeth I. als Hochschule nach dem Vorbild der Universitäten Oxford und Cambridge gegründet. Die Gründung diente zur Festigung der anglikanischen Staatsreligion. Katholiken und Andersgläubigen wurde erst 1793 der Besuch erlaubt, das College blieb aber eine protestanische religiöse Institution. Von 1871 bis 1970 gestattete die katholische Kirche Irlands ihren Anhängern den Besuch des Trinity College nur mit einer eigenen Extra-Erlaubnis. Das Gelände am sogenannzrn College Green umfasst 190.000 m². Seit dem Act of Union 1800, der Vereinigung von Großbritannien mit Irland zum Vereinigten Königreich von Großbritannien und Irland am 1. Januar 1801, hat die Bibliothek des Trinity College als sogenannte Copyright Library ein Recht auf ein Pflichtexemplar aller in der heutigen Republik Irland sowie im Vereinigten Königreich erscheinenden Veröffentlichungen. Sie ist damit die einzige irische Bibliothek, die ein solches Recht auch für das Vereinigte Königreich besitzt. Der 30 Meter hohe Glockenturm stammt aus dem Jahre 1853. Eine abergläubische Tradition der Universität besagt, dass jeder Student, der während des Läutens der Glocke den Turm durchquert, seine Abschlussprüfung nicht bestehen wird.


Die Hauptattraktion Dublins, die Bibliothek des Trinity College, wollten mehrere Leute besichtigen. Man selbst wird dies ein anderes Mal tun.


Straßenszene


Das Custom House (irisch Teach an Chustaim) wurde 1781 bis 1791 am Hafen erbaut. Ursprünglich war es das Zollamt (daher der Name), heute sind hier Umweltministerium und die Stadtverwaltung beherbergt. Während des Irischen Unabhängigkeitskrieges verübte 1921 die IRA 1921 einen erfolgreichen Brandanschlag auf das Zollamt als Instutution der britischen Verwaltung. Das Gebäude brannte aus, die Kuppel stürzte ein. Das Archiv mit unersetzlichen historischen Dokumenten, einschließlich Kirchenaufzeichnungen von irischen Geburten, Ehen und Todesfällen, die in einigen Fällen bis zum Mittelalter zurückgingen, verbrannte. Die meisten IRA-Angreifer wurden beim Fluchtversuch nach dem Legen des Feuers verhaftet.


Das Famine Monument in Dublin wurde 1997 zum Gedenken an die Große Hungersnot in Irland Mitte des 19.Jh. errichtet. Zwischen 1845 und 1849 (bzw. 1851) verhungerte nach mehreren Karftoffel-Missernten, dem damaligen Hauptnahrungsmittel der armen irischen Bevölkerung, auf der ganzen Insel rund eine Million Menschen, etwa zwölf Prozent der damaligen irischen Bevölkerung. Eineinhalb Millionen Menschen flüchteten aus Irland, meist nach Amerika (Kanada und die USA), Australien und in die Industriezentren Englands und Schottlands. Auf der Suche nach Nahrung kamen auch viele Landbewohnerinnen und -bewohner in die Hauptstadt und ließen Dublin zur Großstadt anwachsen.


Hafen